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	<title>Simplease Blog</title>
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	<description>Ein Blog über Usability, Design und Selbstständigkeit</description>
	<lastBuildDate>Fri, 18 May 2012 12:28:51 +0000</lastBuildDate>
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		<title>Von der ersten Idee zur fertigen App: eine Fotostrecke</title>
		<link>http://blog.simplease.at/2012/05/von-der-ersten-idee-zum-fertigen-app-eine-fotostrecke/</link>
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		<pubDate>Fri, 18 May 2012 12:18:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Mathias</dc:creator>
				<category><![CDATA[Design]]></category>

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		<description><![CDATA[Ein interessanter Einblick in die Entwicklung unserer neuesten App: Zero. Angefangen beim HTML-Prototypen bis hin zur fertigen iPhone App und der dazugehörigen Microsite. Erste HTML-Prototypen Anfänge einer nativen App Immer reduzierter Es wird grafisch Das große Umdenken - Teil 1 Das große Umdenken - Teil 2 Die Zielgerade Das Ergebnis: Zero Um einfach und fair [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ein interessanter Einblick in die Entwicklung unserer neuesten App: Zero. Angefangen beim HTML-Prototypen bis hin zur fertigen iPhone App und der dazugehörigen Microsite. <span id="more-4516"></span></p>

<h3>Erste HTML-Prototypen</h3>

<p><img src="http://blog.simplease.at/wp-content/uploads/2012/05/0.jpg" alt=""  />
<img src="http://blog.simplease.at/wp-content/uploads/2012/05/1.jpg" alt=""  /></p>

<h3>Anfänge einer nativen App</h3>

<p><img src="http://blog.simplease.at/wp-content/uploads/2012/05/2.jpg" alt=""  />
<img src="http://blog.simplease.at/wp-content/uploads/2012/05/4.jpg" alt=""  /></p>

<h3>Immer reduzierter</h3>

<p><img src="http://blog.simplease.at/wp-content/uploads/2012/05/5.jpg" alt=""  />
<img src="http://blog.simplease.at/wp-content/uploads/2012/05/8.jpg" alt=""  /></p>

<h3>Es wird grafisch</h3>

<p><img src="http://blog.simplease.at/wp-content/uploads/2012/05/10.jpg" alt=""  />
<img src="http://blog.simplease.at/wp-content/uploads/2012/05/12.jpg" alt=""  />
<img src="http://blog.simplease.at/wp-content/uploads/2012/05/13.jpg" alt=""  />
<img src="http://blog.simplease.at/wp-content/uploads/2012/05/14.jpg" alt=""  /></p>

<h3>Das große Umdenken - Teil 1</h3>

<p><img src="http://blog.simplease.at/wp-content/uploads/2012/05/15.jpg" alt=""  />
<img src="http://blog.simplease.at/wp-content/uploads/2012/05/18.jpg" alt=""  /></p>

<h3>Das große Umdenken - Teil 2</h3>

<p><img src="http://blog.simplease.at/wp-content/uploads/2012/05/19.jpg" alt=""  />
<img src="http://blog.simplease.at/wp-content/uploads/2012/05/20.jpg" alt=""  /></p>

<h3>Die Zielgerade</h3>

<p><img src="http://blog.simplease.at/wp-content/uploads/2012/05/21.jpg" alt=""  />
<img src="http://blog.simplease.at/wp-content/uploads/2012/05/23.jpg" alt=""  /></p>

<h3>Das Ergebnis: Zero</h3>

<p><img src="http://blog.simplease.at/wp-content/uploads/2012/05/final1.jpg" alt=""  />
Um einfach und fair mit deinen Freunden abzurechnen.</p>

<p>Mehr dazu unter: <a href="http://www.zero-app.com">www.zero-app.com</a></p>
]]></content:encoded>
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		<title>Lebe jeden Tag, als wäre es dein erster</title>
		<link>http://blog.simplease.at/2012/05/lebe-jeden-tag-als-ware-es-dein-erster/</link>
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		<pubDate>Tue, 08 May 2012 09:33:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stefan</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Stell dir vor, heute wäre der erste Tag deines Lebens. Du wurdest gerade in deinen aktuellen Körper geboren und befindest dich genau in diesem Moment. Was würdest du tun? Würdest du mit dem weitermachen, was du gerade tust? Vermutlich nicht. Ich würde sofort mein Laptop schliessen und raus ins Freie laufen. Ich würde mir jede [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Stell dir vor, heute wäre der erste Tag deines Lebens. Du wurdest gerade in deinen aktuellen Körper <em>geboren</em> und befindest dich genau <em>in diesem Moment.</em> Was würdest du tun?</p>

<p>Würdest du mit dem weitermachen, was du gerade tust? Vermutlich nicht. Ich würde sofort mein Laptop schliessen und raus ins Freie laufen. Ich würde mir jede Pflanze und jedes Lebewesen bis ins kleinste Detail ansehen. Mit der Aufmerksamkeit eines Wachhundes würde ich alles beobachten, was um mich herum passiert. <span id="more-4506"></span></p>

<p>Ich wäre Eins mit diesem Moment. Meine Ego würde ja noch nicht einmal existieren. Ich hätte keine Gedanken an meine Vergangenheit und hätte keine Angst vor meiner Zukunft. Ich wäre sorglos wie ein kleines Kind und könnte meine gesamte Energie auf das Hier und Jetzt fokussieren.</p>

<p>Stell dir vor, mit welchem Interesse du jedes Objekt deiner Umwelt untersuchen würdest – ähnlich wie ein Eichkätzchen, dass trotz großer Furcht nicht anders kann, als seiner Neugierde nachzugeben.</p>

<p>So muss man sich als Kind gefühlt haben, als man alles <em>zum ersten Mal</em> erlebte. Völlig unvoreingenommen, ohne jede Erwartung und ohne zu wissen, was das Wort &bdquo;Vorurteil&ldquo; überhaupt bedeutet. Und das Schönste daran: Man würde die Dinge so akzeptieren wie sie sind und könnte nicht einmal unzufrieden sein, selbst wenn man es unbedingt wollte.</p>

<p>Eine &bdquo;dumme&ldquo; Frage kannst du am ersten Tag deines Lebens auch nicht stellen. Du kannst sagen, denken und fragen was du willst. Dir ist überhaupt nichts peinlich, du hast keine Angst vor dem, was andere Menschen über dich sagen und du weißt nicht einmal, dass es so etwas wie gesellschaftliche Normen gibt.</p>

<p>Du wirst es am ersten Tag zwar noch nicht zu schätzen wissen, aber genau das ist Freiheit. Nicht die Möglichkeit zwischen Cola, Cola-Light und Coke Zero wählen zu dürfen. Nein, Freiheit hat nichts mit großer Auswahl zu tun. Freiheit heißt sich selbst – das Ego – zu überwinden und sich von seinen eigenen Vorstellungen, Wünschen und Träumen zu befreien und einfach loslassen zu können.</p>

<p>Stell dir vor, heute ist der erste Tag deines Lebens. Was tust du? Ich gehe jetzt ins Freie und tu so, als wäre es das erste Mal.</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
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		<title>7 Hinweise dafür, dass du deinen Traumjob gefunden hast</title>
		<link>http://blog.simplease.at/2012/05/7-hinweise-dafur-dass-du-deinen-traumjob-gefunden-hast/</link>
		<comments>http://blog.simplease.at/2012/05/7-hinweise-dafur-dass-du-deinen-traumjob-gefunden-hast/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 03 May 2012 06:06:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stefan</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Wie findet man seinen Traumjob? Nun zunächst muss man &#8222;Traumjob&#8220; definieren. Die meisten werden sagen, dass es sich dabei um eine oder mehrere Tätigkeiten handelt, die man ausführt, um damit Geld zu verdienen. Das ist nicht ganz richtig. Das Wort Traumjob ist nichts weiter als eine Bezeichnung dafür, zu tun was man am meisten liebt [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wie findet man seinen Traumjob? Nun zunächst muss man &bdquo;Traumjob&ldquo; definieren. Die meisten werden sagen, dass es sich dabei um eine oder mehrere Tätigkeiten handelt, die man ausführt, um damit Geld zu verdienen. Das ist nicht ganz richtig.</p>

<p>Das Wort Traumjob ist nichts weiter als eine Bezeichnung dafür, zu tun was man am meisten liebt und dafür Geld zu bekommen. Es geht darum &bdquo;das Richtige&ldquo; zu finden. Zuerst findet man das Richtige und wird dann so gut darin, dass man Geld damit verdienen kann – nicht andersrum. <span id="more-4497"></span></p>

<p>Viele von uns sind auf der Suche nach ihrem Traumjob und wissen vielleicht nicht genau, was sie tun können, um diesen auch zu finden. Wichtig ist zu wissen, dass man einen Traumjob nur erkennen, nicht aber im Vorhinein definieren kann. Das heißt, man muss Etwas erst ausprobieren um herausfinden zu können, ob es das Richtige für Einen ist. Und sobald man etwas ausprobiert, gibt es einige Hinweise auf die man achten kann, um festzustellen, ob man das Richtige gefunden hat:</p>

<p><strong>1) Du verlierst dabei jedes Zeitgefühl.</strong> Mihaly Csikszentmihalyi beschreibt in seinem Buch <a href="http://www.amazon.de/Flow-Geheimnis-Gl%C3%BCcks-Mihaly-Csikszentmihalyi/dp/3608945555/ref=sr_1_1?ie=UTF8&#038;qid=1336024589&#038;sr=8-1" title="Flow am amazon.de">Flow</a>, wie Menschen während einer bestimmten Tätigkeit – angefangen bei sportlichen Betätigungen bis hin zur Durchführung chirurgischer Eingriffe – jegliches Zeitgefühl verlieren. Passieren kann dies auf zwei verschiedene Arten: 1) Längere Zeitspannen werden als kürzer empfunden und man &bdquo;übersieht die Zeit&ldquo; oder 2) die Zeit scheint still zu stehen und ein kurzer Moment wird wie in Zeitlupe erlebt.</p>

<p><strong>2) Du bist richtig gut darin.</strong> Ein sehr offensichtlicher Hinweis – wenn du wirklich gut in etwas bist, dann ist es wahrscheinlich auch das Richtige für dich. Der zuvor beschriebene Verlust des Zeitgefühls kann nur dann auftreten, wenn du bei einer bestimmten Tätigkeit wirklich außergewöhnlich gut bist.</p>

<p><strong>3) Es fällt dir leichter als anderen.</strong> Zusätzlich dazu, richtig gut in etwas zu sein, ist es für gewöhnlich so, dass dir die Ausübung dieser Tätigkeit leichter fällt als anderen. Man könnte das als Talent oder besondere Begabung bezeichnen. Ein sicheres Zeichen dafür, dass dir Etwas leichter fällt als anderen ist, wenn du von vielen Menschen gelobt wirst und dir selbst ständig denkst, du hättest dieses Lob in Wahrheit nicht verdient, weil es dir gar nicht so schwer gefallen ist.</p>

<p><strong>4) Du machst es nicht, um anderen zu gefallen.</strong> Dieser Hinweis ist schwierig zu erkennen. <a href="http://blog.simplease.at/2012/04/wir-konnen-selbst-entscheiden/" title="Wir können selbst entscheiden">Wir treffen so viele Entscheidungen unbewusst</a>, dass wir uns möglicherweise gar nicht im Klaren darüber sind, dass wir bestimmte Dinge tun, um anderen zu gefallen. Eine Möglichkeit um sicherzustellen, dass wir etwas nicht tun, um anderen zu gefallen, ist sich die Frage zu stellen, ob man es immer noch tun würde, wenn man niemals jemand anderem davon erzählen dürfte.</p>

<p><strong>5) Du würdest es noch immer tun, wenn du kein Geld dafür bekommen würdest.</strong> Um wirklich herausfinden zu können, ob das, was wir tun, das Richtige für uns ist, müssen wir &bdquo;Details&ldquo; wie finanzielle Sicherheit aus unserem Bewusstsein entfernen. Es gibt für jeden Menschen mindestens eine Tätigkeit, die so viel Freude mit sich bringt, dass wir sie auch noch tun würden, wenn wir keinen Cent dafür bekämen.</p>

<p><strong>6) Du wirst dabei zum Perfektionisten.</strong> Abgesehen von <a href="http://blog.simplease.at/2011/10/hor-auf-ein-perfektionist-zu-sein/" title="Hör auf ein Perfektionist zu sein!">Perfektion als Ausrede, etwas nicht fertig zu machen</a>, kann die Verwandlung in einen Perfektionisten, bei der Ausführung einer bestimmten Tätigkeit, ein Zeichen dafür sein, das Richtige gefunden zu haben. Wenn du wirklich gut in etwas bist, dann nimmst du Verbesserungen vor, die so subtil sind, dass sie &bdquo;normalen&ldquo; Menschen nicht einmal auffallen.</p>

<p><strong>7) Du wirst Eins mit der Tätigkeit.</strong> Csikszentmihalyi nennt es &bdquo;Flow&ldquo;, andere nennen es &bdquo;Bliss&ldquo; oder &bdquo;in the Zone&ldquo;. Wie du dazu sagst, spielt keine Rolle, aber dass du das Richtige gefunden hast, erkennst du daran, dass du Eins mit dem wirst, was du tust. In dem Moment, in dem du eine bestimmte Tätigkeit ausführst, verlierst du nicht nur dein Zeitgefühl sondern auch dein Gefühl für dich selbst. Dein Ego verschwindet und du wirst Eins mit der Tätigkeit, dem Moment, dem Universum …</p>

<p>Wenn du einige dieser Hinweise selbst kennst, dann lohnt es sich, dir darüber im Klaren zu werden, bei welchen Tätigkeiten du sie erlebst. Egal ob beim Schreiben eines Artikels, beim Ausführen eines bestimmten Sports oder beim Basteln, Malen oder Gedichte auswendig lernen – mach dir eine Liste dieser Tätigkeiten und du kommst deinem Traumjob einen bedeutenden Schritt näher.</p>
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		<title>Wir können selbst entscheiden</title>
		<link>http://blog.simplease.at/2012/04/wir-konnen-selbst-entscheiden/</link>
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		<pubDate>Mon, 30 Apr 2012 16:35:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stefan</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Wir treffen in jedem Moment unseres Lebens Entscheidungen. In jeder Situation wählen wir aus einer unendlich großen Anzahl von Entscheidungsmöglichkeiten. Einige dieser Entscheidungen treffen wir bewusst, andere unbewusst. Ob es uns gefällt oder nicht, alles was in diesem Moment mit uns passiert, ist das Ergebnis unserer bisherigen Entscheidungen. Leider treffen viele von uns die meisten [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wir treffen in jedem Moment unseres Lebens Entscheidungen. In jeder Situation wählen wir aus einer unendlich großen Anzahl von Entscheidungsmöglichkeiten. Einige dieser Entscheidungen treffen wir bewusst, andere unbewusst.</p>

<p>Ob es uns gefällt oder nicht, alles was in diesem Moment mit uns passiert, ist das Ergebnis unserer bisherigen Entscheidungen. Leider treffen viele von uns die meisten Entscheidungen unbewusst und merken deshalb nicht, dass es sich dabei um Entscheidungen handelt. <span id="more-4494"></span></p>

<p>Ein Beispiel: Stell dir vor, jemand beleidigt dich. Wahrscheinlich würdest du dich dafür entscheiden, beleidigt zu sein. Oder jemand macht dir ein Kompliment. Jetzt würdest du wahrscheinlich entscheiden, dich geschmeichelt zu fühlen. Der Punkt ist, egal in welcher Situation, du entscheidest selbst, wie du reagierst.</p>

<p>Viele Menschen sind der Meinung, sie wären die Opfer ihrer Umstände, ihrer Lebenssituationen und anderer Menschen. Sie verhalten sich in den meisten Situationen reflexartig – genau wie die Hunde, die während der Fütterung ein Glockenläuten zu hören bekommen, reicht mit der Zeit das bloße Läuten der Glocken aus, um sie zum Sabbern zu bringen.</p>

<p>Viele leiden stark unter den Auswirkungen dieser jahrelangen Konditionierung. Sie reagieren immer wieder auf die selbe Art und Weise auf die Reize ihrer Umwelt und ihre Reaktionen scheinen von Menschen und Umständen automatisch ausgelöst zu werden. Dabei vergessen sie, dass sie immer noch selbst die Entscheidungen treffen – in jedem Moment ihrer Existenz.</p>

<p>Ein kleines Beispiel aus meinem Leben: Vorige Woche habe ich für mich und meine Freundin Spaghetti gekocht. Ich wollte Etwas ganz besonderes daraus machen und habe mir ein Rezept aus dem Internet gesucht und einen ganzen Nachmittag damit verbracht, die besten Zutaten (in drei verschiedenen Geschäften) zu kaufen und streng nach Rezept zuzubereiten. Das Urteil meiner Freundin fiel vernichtend aus. Ich hatte für die Zubereitung Rotwein verwendet – wie im Rezept beschrieben – hatte aber keine Ahnung, dass sie den Geschmack nicht ausstehen konnte. Als mir klar wurde, dass es ihr nicht schmeckt, merkte ich, wie ich für einen kurzen Moment anfing grantig zu werden. <em>Über drei Stunden Arbeit und das war der Dank?</em> Ich wollte schon etwas sagen, als mir Folgendes einfiel: Wenn ich jetzt grantig werde, weil ihr mein Essen nicht schmeckt, dann ist das mein Problem, nicht ihres und ich kann mich jetzt dafür entscheiden grantig zu sein oder ich entscheide mich dafür, locker zu bleiben und meine Energie nicht für einen frei erfundenen Streit zu verschwenden.</p>

<p>Nun, ich habe mich für Variante 2 entschieden und gleich am übernächsten Tag das nächste Mal gekocht und scherzhalber behauptet, ich hätte Rotwein bei der Zubereitung verwendet. War jetzt kein super Gag aber darum geht es nicht. Es geht darum, dass ich meine Reaktion in jeder Situation selbst aussuchen kann. Wenn ich unbedingt will, dann kann ich streitsüchtig sein und mir mein Leben schwer machen oder ich entscheide mich anders. Ich habe die Wahl.</p>

<p>Meine Geschichte zeigt aber noch nicht ansatzweise, wozu Menschen in der Lage sind, wenn sie sich bewusst sind, dass sie ihre Reaktion selbst aussuchen können. Eines meiner Lieblingsbeispiele dafür ist die Geschichte von Viktor Frankl. Der österreichische Psychologe ist ein KZ-Überlebender und schildert in seinem Buch <a href="http://www.amazon.de/trotzdem-Leben-sagen-Konzentrationslager/dp/3423301422" title="… Trotzdem ja zum Leben sagen auf amazon.de">&#8230; trotzdem Ja zum Leben sagen. Ein Psychologe erlebt das Konzentrationslager</a>, wie es selbst unter inhumansten Bedingungen möglich sein kann, einen Sinn im Leben zu sehen.</p>

<p>Die Eltern Frankls, sein Bruder und seine Frau wurden in den Gaskammern ermordet. Mit Ausnahme seiner Schwerster, wurde seine gesamte Familie von den Nazis hingerichtet. Er selbst wurde gefoltert und erlitt unzählige Entwürdigungen, während er sicher sein konnte, in Kürze selbst in der Gaskammer zu landen. Eines Tages erkannte Frankl jedoch &bdquo;die letzte Freiheit des Menschen&ldquo;, wie er sie später nannte: Er konnte selbst entscheiden, welche Auswirkungen all diese schrecklichen Umstände auf ihn haben. Frankl erkannte ein fundamentales Prinzip der menschlichen Natur:</p>

<blockquote>Zwischen Reiz und Reaktion liegt ein Raum. In diesem Raum liegt unsere Macht zur Wahl unserer Reaktion. In unserer Reaktion liegen unsere Entwicklung und unsere Freiheit.
<cite>Viktor Frankl</cite>
</blockquote>

<p>Ein weiteres Beispiel dafür, dass wir unsere Reaktion selbst aussuchen können, ist Randy Pausch. Er war Professor für Informatik an der Carnegie Mellon University und hielt dort im Jahre 2007 einen Vortrag unter dem Motto &bdquo;Last Lecture&ldquo; mit dem Titel &bdquo;Really Achieving Your Childhood Dreams&ldquo;. Randy litt zu dieser Zeit bereits an einer unheilbaren Krankheit und nutzte die Gelegenheit für eine humorvolle und lebensbejahende Rede über seine persönlichen Lebensweisheiten. Mit Hilfe des Internets erreichte er innerhalb kurzer Zeit einen weltweiten Bekanntheitsgrad und wurde in Fernsehsendungen eingeladen, um seine Geschichte mit anderen Menschen zu teilen.</p>

<p>Gleich <a href="http://www.youtube.com/watch?v=ji5_MqicxSo" title="Randy Pausch Last Lecture: Achieving Your Childhood Dreams ">zu Beginn der &bdquo;Last Lecture&ldquo;</a> geht Randy auf seine Krankheit ein und weist darauf hin, dass es ihm leid tue, wenn einige Leute enttäuscht wären, dass er Angesichts der Tatsache, dass er in Kürze sterben würde, nicht schlechter drauf sei. Er fühle sich einfach nicht danach, schlecht drauf zu sein. Er hat für sich selbst entschieden, nicht schlecht drauf zu sein und seine restliche Zeit in vollen Zügen zu genießen.</p>

<p>Meine Spaghetti-Geschichte wirkt im Nachhinein lächerlich und passt auch nicht wirklich zu den beiden Geschichten von Viktor Frankl und Randy Pausch. Eines haben dennoch alle drei Geschichten gemeinsam: Egal wie schlimm die Umstände in denen wir uns befinden auch sind, egal wie groß unser Leiden auch sein mag, angefangen bei Kleinigkeiten bis hin zum sicheren Tod und egal, was auch immer uns passiert, wie es uns dabei geht, ist unsere eigene Entscheidung. Unglücklich zu sein ist genauso eine Entscheidung, wie glücklich zu sein.</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Kindle Touch und das WLAN</title>
		<link>http://blog.simplease.at/2012/04/kindle-touch-und-das-wlan/</link>
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		<pubDate>Wed, 25 Apr 2012 22:21:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Mathias</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Gestern war es endlich soweit und mein lang ersehnter Kindle Touch wurde geliefert. Zum Gerät kann ich derzeit noch nicht viel sagen, außer dass er im Vergleich zu meinem vorigen Kindle 3 (mittlerweile Kindle Keyboard) ziemlich klein, leicht und interessant zu bedienen ist und sich alles deutlich schneller anfühlt. Das zuvor erstellte Backup war per [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://blog.simplease.at/2012/04/kindle-touch-und-das-wlan/"><img src="http://blog.simplease.at/wp-content/uploads/2012/04/kindletouch1.jpg" alt="Kindle Touch und das WLAN" /></a></p>

<p>Gestern war es endlich soweit und mein lang ersehnter Kindle Touch wurde geliefert. Zum Gerät kann ich derzeit noch nicht viel sagen, außer dass er im Vergleich zu meinem vorigen Kindle 3 (mittlerweile Kindle Keyboard) ziemlich klein, leicht und interessant zu bedienen ist und sich alles deutlich schneller anfühlt. <span id="more-4469"></span></p>

<p>Das zuvor erstellte Backup war per USB-Kabel schnell auf den Neuen übertragen. Doch das Öffnen eines gekauften Artikels führte zu einer interessanten Meldung</p>

<blockquote>Dieser Inhalt kann nicht geöffnet werden, da er für einen anderen Benutzer lizenziert ist. Löschen Sie den Inhalt und laden Sie ihn aus dem Archiv herunter oder erwerben Sie eine Kopie im Kindle-Shop.</blockquote>

<p>Da der Kindle bereits mit meinem Amazon Account verknüpft war, habe ich also schnell alle Bücher gelöscht um sie danach wieder aus dem Archiv zu laden. Sollte eigentlich in zehn Minuten erledigt sein, dachte ich mir …</p>

<p>Um auf das Archiv zugreifen zu können, braucht man eine Internetverbindung. Diese bekommt der Kindle 3 über meinen Netgear DGND3700 WLAN-Router, also sollte auch der Touch keinerlei Probleme mit der Verbindung haben.</p>

<h2>FALSCH!</h2>

<p>Er hatte Probleme, sogar große Probleme. Bei jedem einzelnen der gefühlten 57352 Versuche (ok, ich gebe zu, es waren nicht ganz so viele) spuckte Amazons neuester eBook-Reader eine neue Fehlermeldung aus. Meistens wurde mein vollkommen richtig eingetragenes Passwort als falsch bezeichnet.</p>

<p>Also begann ich mit meinem knapp dreistündigem WLAN-Experiment. Hier ein kleiner Auszug meiner erfolglosen Versuche:</p>

<ul>
    <li>WLAN Passwort ändern</li>
    <li>WLAN SSID (Namen) ändern</li>
    <li>5GHz Netz de- und wieder aktivieren</li>
    <li>Kindle aus- und wieder einschalten</li>
    <li>WLAN Modus von 802.11a auf b auf g auf n und wieder zurück auf a stellen</li>
    <li>WLAN Verschlüsselung von WPA2 auf WPA auf WEP auf keine und wieder zurück auf WPA2 stellen</li>
    <li>verzweifeln, kurz darüber nachdenken ob der Kindle überhaupt eine Internetverbindung braucht</li>
    <li>WLAN Kanal von automatisch auf 1 auf 2 auf 3 usw. stellen</li>
    <li>WLAN Passwort erneut ändern</li>
    <li>WLAN SSID von unsichtbar auf sichtbar ändern</li>   
    <li>Kindle komplett zurücksetzen und erneut einrichten</li>
    <li>WLAN-Router zurücksetzen und erneut einrichten</li>
    <li>WLAN-Router vom Stromnetz trennen und wieder anschließen</li>
    <li>den Tränen nahe sein</li>
    <li>MAC-Adressen-Zugriffskontrolle de- und wieder aktivieren</li>
    <li>Kindle IP-Einstellungen von DHCP auf statisch und wieder zurück auf DHCP stellen</li>
</ul>

<p>Die Punkte lesen sich jetzt schnell und ohne große Anstrengung. In der Praxis jedoch führt jede einzelne Änderung zu einer nervenaufreibende Wartezeit weil z.B. der Router neu gestartet werden muss oder der Kindle erneut versucht eine Verbindung aufzubauen.</p>

<h2>Lange Rede, kurzer Sinn</h2>

<p>Es war eine grauenhafte Warterei und ich war mehrmals davor das Ganze abzubrechen und einfach mit einem Kindle ohne WLAN (zumindest zuhause) zu leben. Doch dann führte ich durch Zufall die letzte, meiner Meinung nach vollkommen sinnlose Änderung durch und siehe da: innerhalb von zwei Sekunden hatte der Touch eine Internetverbindung und ich konnte endlich die gewünschten Bücher aus dem Archiv laden.</p>

<h2>Die Lösung</h2>

<p><img src="http://blog.simplease.at/wp-content/uploads/2012/04/wmm.png" alt="Die Lösung: WMM (Wi-Fi multimedia)" /></p>

<p>Mein WLAN-Router verfügt über eine gut versteckte Funktion mit dem Namen &bdquo;WMM (Wi-Fi multimedia)&ldquo;. Laut Wikipedia kann durch WMM</p>

<blockquote>das Streaming von Multimedia-Inhalten (z. B. IPTV oder DVB-IP) oder die Nutzung von Voice over IP (z. B. für WLAN-Telefonie) optimiert werden.</blockquote>

<p>Wenn ich das richtig verstehe, handelt es sich dabei um Anwendungen die für den Kindle absolut irrelevant sind und mit der eigentlichen WLAN-Funktionalität nichts zu tun haben. Trotzdem muss ich diese Funktion aktivieren, will ich meinen Kindle mit dem Internet verbinden.</p>

<p>Hattet ihr schon mal ähnliche Probleme mit eurem Kindle oder Router?</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>PHP Autoloading: Klassen automatisch einbinden</title>
		<link>http://blog.simplease.at/2012/04/php-autoloading-klassen-automatisch-einbinden/</link>
		<comments>http://blog.simplease.at/2012/04/php-autoloading-klassen-automatisch-einbinden/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 24 Apr 2012 11:42:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Andreas</dc:creator>
				<category><![CDATA[Programmieren]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://blog.simplease.at/?p=4421</guid>
		<description><![CDATA[Bei Objektorientiertem PHP-Code ist es üblich, für jede Klasse eine separate Datei mit dem Namen KLASSENNAME.class.php anzulegen. Diese Datei muss dann immer eingebunden werden wenn die Klasse im Code verwendet wird. Die meisten PHP-Dateien beginnen folge dessen mit mehreren include() bzw. require() Anweisungen. Wenn man einmal darauf vergisst kommt eine Fehlermeldung und man muss zurück in den Editor, die nicht gefunden Klasse einbinden und weiter geht es. Nicht besonders schlimm, aber nervig und seit PHP 5 einfach zu vermeiden.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Bei Objektorientiertem PHP-Code ist es üblich, für jede Klasse eine separate Datei mit dem Namen <code>KLASSENNAME.class.php</code> anzulegen. Diese Datei muss dann immer eingebunden werden wenn die Klasse im Code verwendet wird. Die meisten PHP-Dateien beginnen infolgedessen mit mehreren <code>include()</code> bzw. <code>require()</code> Anweisungen. Wenn man einmal darauf vergisst kommt eine Fehlermeldung und man muss zurück in den Editor, die nicht gefunden Klasse einbinden und weiter geht es. Nicht besonders schlimm, aber nervig und seit PHP 5 einfach zu vermeiden.<span id="more-4421"></span> Denn ab PHP 5 gibt es die <a href="http://at2.php.net/autoload">__autoload()</a> Funktion. Damit können PHP-Dateien in denen Klassen definiert sind automatisch eingebunden werden falls diese erforderlich sind.</p>

<h2>So funktioniert es</h2>

<p>Sobald eine Klassendefinition nicht gefunden werden kann, ruft PHP automatisch die Autoload-Funktion auf und übergibt ihr als Parameter den Namen der nicht gefundenen Klasse. In dieser Funktion kann man dann selbst bestimmen was in solch einem Fall passieren soll, z.B. die Datei einbinden in der die Klasse definiert wurde.</p>

<p>Mit folgendem Code versucht PHP die Datei <code>KLASSENNAME.class.php</code> im Ordner &bdquo;classes&ldquo; zu laden falls eine Klassendefinition nicht gefunden werden kann:</p>


<div class="wp_syntax"><div class="code"><pre class="php" style="font-family:monospace;"><span style="color: #000000; font-weight: bold;">function</span> __autoload<span style="color: #009900;">&#40;</span><span style="color: #000088;">$class_name</span><span style="color: #009900;">&#41;</span> <span style="color: #009900;">&#123;</span>
    <span style="color: #b1b100;">include</span> <span style="color: #0000ff;">'classes/'</span> <span style="color: #339933;">.</span> <span style="color: #000088;">$class_name</span> <span style="color: #339933;">.</span> <span style="color: #0000ff;">'.class.php'</span><span style="color: #339933;">;</span>
<span style="color: #009900;">&#125;</span></pre></div></div>


<h2>Aber Vorsicht!</h2>

<p>Wenn mehrere Skripte von <code>__autoload()</code> Gebrauch machen, kann es dabei zu Kollisionen kommen. So ein Problem hatte ich mit der <a href="http://smarty.org" title="Smarty Template Engine">Template Engine Smarty</a>. Ein Kommentar in der PHP-Dokumentation hat mir geholfen dieses Problem zu lösen.</p>

<blockquote>
&#8230;
So, the better way is to <code>avoid __autoload()</code> and use <code>spl_register_autoload()</code> instead. If you have written this already, just rename your function to something like <code>__autoload_my_classes</code>, and in the next, call <code>spl_autoload_register</code> as:


<div class="wp_syntax"><div class="code"><pre class="php" style="font-family:monospace;"><span style="color: #000000; font-weight: bold;">function</span> __autoload_my_classes<span style="color: #009900;">&#40;</span><span style="color: #000088;">$classname</span><span style="color: #009900;">&#41;</span>
<span style="color: #009900;">&#123;</span>
  <span style="color: #666666; font-style: italic;"># ... your logic to include classes here
</span><span style="color: #009900;">&#125;</span>
<span style="color: #990000;">spl_autoload_register</span><span style="color: #009900;">&#40;</span><span style="color: #0000ff;">'__autoload_my_classes'</span><span style="color: #009900;">&#41;</span><span style="color: #339933;">;</span></pre></div></div>


</blockquote>

<p>Mit folgendem Code funktioniert es bei mir, wichtig dabei ist das der Code erst nach Smarty eingebunden wird:</p>


<div class="wp_syntax"><div class="code"><pre class="php" style="font-family:monospace;"><span style="color: #000000; font-weight: bold;">function</span> __autoload_my_classes<span style="color: #009900;">&#40;</span><span style="color: #000088;">$class_name</span><span style="color: #009900;">&#41;</span>
<span style="color: #009900;">&#123;</span>
    <span style="color: #b1b100;">require</span> <span style="color: #0000ff;">'classes/'</span><span style="color: #339933;">.</span><span style="color: #000088;">$class_name</span> <span style="color: #339933;">.</span> <span style="color: #0000ff;">'.class.php'</span><span style="color: #339933;">;</span>
<span style="color: #009900;">&#125;</span>
<span style="color: #990000;">spl_autoload_register</span><span style="color: #009900;">&#40;</span><span style="color: #0000ff;">'__autoload_my_classes'</span><span style="color: #009900;">&#41;</span><span style="color: #339933;">;</span></pre></div></div>


<p>Bei mir funktioniert das jetzt einwandfrei. Wer verwendet das schon länger? Fallen irgendjemanden Nachteile ein die sich daraus, auch nur rein Hypothetisch, ergeben könnten?</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Feiert euch gegenseitig</title>
		<link>http://blog.simplease.at/2012/04/feiert-euch-gegenseitig/</link>
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		<pubDate>Mon, 23 Apr 2012 05:12:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stefan</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Wir Menschen leben die meiste Zeit unbewusst. Das liegt an unserem Verstand, welcher Dinge sozusagen ausfiltert, die wir bereits kennen. Das ist evolutionär gesehen praktisch – wer nicht jedes Detail seines täglichen Lebens mit der Aufmerksamkeit des ersten Mals betrachten muss, hat Zeit sich auf die unmittelbaren Gefahren seiner Umwelt zu konzentrieren. In unserer hochentwickelten [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wir Menschen leben die meiste Zeit unbewusst. Das liegt an unserem Verstand, welcher Dinge sozusagen <em>ausfiltert</em>, die wir bereits kennen. Das ist evolutionär gesehen praktisch – wer nicht jedes Detail seines täglichen Lebens mit der Aufmerksamkeit des ersten Mals betrachten muss, hat Zeit sich auf die unmittelbaren Gefahren seiner Umwelt zu konzentrieren.</p>

<p>In unserer hochentwickelten Zivilisation ist diese Funktion des menschlichen Verstandes allerdings bei weitem nicht mehr so nützlich. Im Gegenteil – das Ausfiltern bekannter Informationen ist der Grund, warum wir manchmal ängstlich, unzufrieden und unglücklich sind. Mihaly Csikszentmihalyi spricht in seinem Buch <a href="http://www.amazon.de/Flow-Geheimnis-Gl%C3%BCcks-Mihaly-Csikszentmihalyi/dp/3608945555/ref=sr_1_1?ie=UTF8&#038;qid=1335157823&#038;sr=8-1" title="Flow am amazon.de">Flow: Das Geheimnis des Glücks</a> von psychischer Entropie bzw. einer Zunahme von Unordnung unserer Gedanken. <span id="more-4438"></span></p>

<p>Wenn wir unser Bewusstsein nicht auf die aktuell ausgeführte Tätigkeit richten, sondern <em>in Gedanken abschweifen</em>, dann fangen wir zu grübeln an. Wir beginnen damit, über alles mögliche nachzudenken, während unser Leben auf Autopilot weiterläuft. Wir stehen z.B. unter der Dusche, während wir in Gedanken längst am Weg in die Arbeit sind oder unseren nächsten Urlaub planen. Ein unfokussierter Verstand, der nicht bei der Sache ist, ist dazu verflucht sich Gedanken zu machen – und Gedanken sind der Ursprung allen Unglücks und Stress.</p>

<p>Mir fällt dabei die Hammer-Geschichte aus Paul Watzlawicks <a href="http://www.amazon.de/Anleitung-zum-Ungl%C3%BCcklichsein-Paul-Watzlawick/dp/3492249388/ref=sr_1_1?s=books&#038;ie=UTF8&#038;qid=1335157866&#038;sr=1-1" title="Anleitung zum Unglücklichsein auf amazon.de">Anleitung zum Unglücklichsein</a> ein:</p>

<blockquote>
Ein Mann will ein Bild aufhängen. Den Nagel hat er, nicht aber den Hammer. Der Nachbar hat einen. Also beschließt unser Mann, hinüberzugehen und ihn auszuborgen. Doch da kommt ihm ein Zweifel: Was, wenn der Nachbar mir den Hammer nicht leihen will? Gestern schon grüßte er mich nur so flüchtig. Vielleicht war er in Eile. Vielleicht hat er die Eile nur vorgeschützt, und er hat was gegen mich. Und was? Ich habe ihm nichts getan; der bildet sich da etwas ein. Wenn jemand von mir ein Werkzeug borgen wollte, ich gäbe es ihm sofort. Und warum er nicht? Wie kann man einem Mitmenschen einen so einfachen Gefallen abschlagen? Leute wie dieser Kerl vergiften einem das Leben. Und dann bildet er sich noch ein, ich sei auf ihn angewiesen. Bloß weil er einen Hammer hat. Jetzt reicht´s mir wirklich. - Und so stürmt er hinüber, läutet, der Nachbar öffnet, doch bevor er &bdquo;Guten Tag&ldquo; sagen kann, schreit ihn unser Mann an: &bdquo;Behalten Sie Ihren Hammer&ldquo;.
<cite>Paul Watzlawick</cite>
</blockquote>

<p>Wie sieht nun aber die Alternative aus? Was kann man tun, um dieses Unglück zu vermeiden. Nun, zum Einen kann man <a href="http://blog.simplease.at/2012/03/weniger-denken-mehr-leben/" title="Weniger denken, mehr leben!">weniger denken und mehr leben</a> und zum Anderen kann man die täglichen Dinge des Lebens mehr schätzen. Die einfachste und effektivste Methode dazu lautet, sich den Menschen, welche einen die meiste Zeit des Lebens begleiten, bewusster zu werden. Egal ob Arbeitskollegen, Freunde, Eltern, Verwandte oder Partner – mit der Zeit nehmen wir einander nur noch wahr, wenn wir uns gegenseitig nerven. Die restliche Zeit sind wir einander wenig bis gar nicht bewusst und <em>denken uns solange unglücklich,</em> bis wir einen anderen Menschen anschreien, dass er seinen Hammer behalten könne.</p>

<p>Wir können damit aufhören, uns gegenseitig als selbstverständlich zu betrachten und uns nur noch wahrzunehmen, wenn wir uns gegenseitig auf die Nerven gehen. Stattdessen können wir uns einander bewusst werden und damit anfangen uns gegenseitig zu feiern – nicht nur an Geburtstagen, sondern an jedem einzelnen Tag.</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Falsche Vorbilder</title>
		<link>http://blog.simplease.at/2012/04/falsche-vorbilder/</link>
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		<pubDate>Wed, 18 Apr 2012 17:41:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stefan</dc:creator>
				<category><![CDATA[Selbstständigkeit]]></category>

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		<description><![CDATA[Es gibt eine Sache, die das Leben als Selbstständiger bzw. Unternehmer fast unerträglich macht: Die Leute, die einem erzählen, dass man lügen und betrügen muss, wenn man erfolgreich sein will. Wenn du etwas erreichen willst, dann musst du ein Arschloch sein – je rücksichtsloser, desto profitabler. Was für ein Schwachsinn! Manche sind dieser Wahnvorstellung so [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Es gibt eine Sache, die das Leben als Selbstständiger bzw. Unternehmer fast unerträglich macht: Die Leute, die einem erzählen, dass man lügen und betrügen muss, wenn man erfolgreich sein will. <em>Wenn du etwas erreichen willst, dann musst du ein Arschloch sein – je rücksichtsloser, desto profitabler.</em> Was für ein Schwachsinn!</p>

<p>Manche sind dieser Wahnvorstellung so hilflos ausgeliefert, dass sie sogar davon überzeugt sind, jemand anders müsse verlieren, damit sie selbst gewinnen können. Die Leute verwechseln das Leben mit einem Wettkampf, in dem es darum geht, als Erster über die Ziellinie zu laufen – zur Not indem man seine Kontrahenten am Weiterkommen hindert. <span id="more-4425"></span></p>

<p>Ich kann mir vorstellen, woher diese Idee kommt. Wir hören die Geschichten von anderen, vermeintlich erfolgreichen Unternehmern, die ihren Kunden einen Vollrausch spendieren, um einen Deal abzuschliessen, wir hören von Agentur-Bossen, die sich nur deshalb um ein Projekt bemühen, damit es ihr großer Konkurrent nicht bekommt und wir hören von Verkäufern, die ihren Kunden jeden noch so überflüssigen Schwachsinn andrehen. Und dann hören wir, dass alle diese erfolgreichen Unternehmer einen fetten Audi/BMW/Mercedes fahren und daraus schliessen wir dann, dass sich die Betrügerei bezahlt macht. Schlimmer noch, wir bilden uns ein, wir müssten uns eine Scheibe von diesen Leuten abschneiden, wenn wir auch erfolgreich sein wollen.</p>

<p>Es gibt 2 Probleme mit dieser Logik. Das erste ist mein persönliches Problem: Wenn ich lügen und betrügen muss, um als Unternehmer erfolgreich zu sein, dann will ich nicht als Unternehmer erfolgreich sein. Es gibt so viele schöne und anspruchsvolle Jobs, die ich stattdessen machen könnte und es wird niemand dazu gezwungen, selbstständig tätig zu sein. Und wenn ich es mir schon aussuchen kann, dann sollte ich von diesem Privileg auch Gebrauch machen.</p>

<p>Das zweite Problem ist der eigentliche Anlass dieses Artikels: Die wenigsten erfolgreichen Unternehmer sind Betrüger. Denkt z.B. an Jeff Bezos, Bill Gates oder Warren Buffett, um nur 3 der erfolgreichsten zu nennen – was haben sie alle gemeinsam? Sie sind Menschen, denen Ideale und Werte heilig sind und denen andere Menschen blind vertrauen können, weil jeder weiß, dass sie sich nicht von Gier und Neid treiben lassen, wie so manch andere.</p>

<p>Das sind die Menschen, die wir uns zum Vorbild nehmen sollten, nicht die aufgeblasenen Möchtegern-Millionäre, die bei jeder Gelegenheit zeigen wollen, was sie haben und in Wahrheit nicht einmal gut genug sind, um Geld zu verdienen, ohne ihre Kunden, Mitbewerber und Angestellte zu verarschen.</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Unser neuer Service: Der Usability-Check</title>
		<link>http://blog.simplease.at/2012/04/unser-neuer-service-der-usability-check/</link>
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		<pubDate>Fri, 13 Apr 2012 14:55:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stefan</dc:creator>
				<category><![CDATA[Selbstständigkeit]]></category>

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		<description><![CDATA[Wir haben in den letzten Wochen an einem neuen Service gearbeitet und sind jetzt soweit unser Ergebnis mit euch zu teilen. Unser Usability-Check ist der schnelle, einfache und günstige Weg um eine Website benutzerfreundlicher zu machen. Wer von euch beim letzten Kreativ-Stammtisch war, wird bereits mitbekommen haben, dass wir unseren zukünftigen Auftraggebern so gut wie [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wir haben in den letzten Wochen an einem neuen Service gearbeitet und sind jetzt soweit unser Ergebnis mit euch zu teilen. <a href="http://simplease.at/usability-check/" title="Usability-Check: Marketing-Seite" target="_blank">Unser Usability-Check</a> ist der schnelle, einfache und günstige Weg um eine Website benutzerfreundlicher zu machen.</p>

<p>Wer von euch beim letzten Kreativ-Stammtisch war, wird bereits mitbekommen haben, dass wir unseren zukünftigen Auftraggebern so gut wie möglich zeigen wollen, was wir für sie tun können. Und weil es nicht genügt, einem Auftraggeber zu erzählen, dass man Usability und user-zentriertes Design machen kann, haben wir für diesen Zweck einen konkreten und nachvollziehbaren Service entwickelt: <span id="more-4404"></span></p>

<p><a href="http://simplease.at/usability-check/" title="Usability-Check: Marketing-Seite" target="_blank">
<img src="http://blog.simplease.at/wp-content/uploads/2012/04/Usability-Check-564x1359.png" alt="" title="Usability-Check" /></a></p>

<p>An dieser Stelle möchten wir uns bei allen bedanken, die uns mit ihrem Feedback weitergeholfen haben – wir wissen das wirklich zu schätzen.</p>

<p><strong>Wir bitten noch einmal um eure Unterstützung</strong></p>

<p>Wir arbeiten seit einiger Zeit an unserem Usability-Check und sind mit Sicherheit selbst schon &bdquo;betriebsblind&ldquo; geworden. Deshalb würden wir euch bitten, dass ihr euch die <a href="http://simplease.at/usability-check/" title="Usability-Check: Marketing-Seite" target="_blank">Marketing-Seite des Usability-Checks</a> anseht und uns sagt, was ihr davon haltet. Um euch das Ganze ein wenig einfacher zu machen, haben wir ein paar Fragen vorbereitet, die uns interessieren würden:</p>

<ol>
<li>Könnt ihr in ein, zwei Sätzen erklären, was das Besondere an einem Usability-Check ist?</li>
<li>Was denkt ihr, dass der Sinn eines Usability-Checks ist?</li>
<li>Könnt ihr euch vorstellen, unseren Usability-Check an potentielle Auftraggeber weiterzuempfehlen?</li>
<li>Wenn nicht, was genau hält euch davon ab?</li>
</ol>

<p>Wir sind für jede erdenkliche Art von Feedback dankbar, angefangen von &bdquo;super&ldquo; über &bdquo;uninteressant&ldquo; bis hin zu &bdquo;absoluter Schwachsinn&ldquo; – ihr könnt uns dabei helfen, unsere Arbeit klarer und verständlicher zu erklären und wir danken euch jetzt schon dafür.</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Kritik ist nur sinnvoll, wenn du sie mit Zucker überziehst</title>
		<link>http://blog.simplease.at/2012/04/kritik-ist-nur-sinnvoll-wenn-du-sie-mit-zucker-uberziehst/</link>
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		<pubDate>Tue, 10 Apr 2012 18:54:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stefan</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[[Imagine] is anti-religious, anti-nationalistic, anti-conventional, anti-capitalistic … but because it is sugar-coated, it is accepted. John Lennon Einige von euch haben bestimmt schon davon gehört, wie man richtig Kritik gibt: Man beginnt mit etwas Positivem, erwähnt dann einen kleinen Kritikpunkt, fährt mit Lob fort ehe man die eigentliche Kritik bringt und lobt am Ende noch [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<blockquote>[<a href="http://www.youtube.com/watch?v=2xB4dbdNSXY" title="Musikvideo zu Imagine von John Lennon" target="_blank">Imagine</a>] is anti-religious, anti-nationalistic, anti-conventional, anti-capitalistic … but because it is sugar-coated, it is accepted.
<cite>John Lennon</cite>
</blockquote>

<p>Einige von euch haben bestimmt schon davon gehört, wie man richtig Kritik gibt: Man beginnt mit etwas Positivem, erwähnt dann einen kleinen Kritikpunkt, fährt mit Lob fort ehe man die eigentliche Kritik bringt und lobt am Ende noch einmal die Arbeit oder das Verhalten des Anderen. So weit, so gut. Leider funktioniert diese Art der Kritik in der Praxis nicht. <span id="more-4380"></span></p>

<p>Klar, dieses &bdquo;Kritik-Sandwich&ldquo; ist besser als die unbeholfene Art mancher Kritiker, die sich nicht die Mühe machen, das Positive zu erwähnen und scheinbar zu Gunsten maximaler Effizienz nur davon sprechen, was alles schlecht ist und geändert werden muss. Ein typisches Verhalten von überforderten Eltern bzw. Chefs, die sich ständig selbstbemitleiden müssen und nicht verstehen können, warum niemand auf sie hören will. Damit Kritik aber wirklich angenommen wird, muss man sie mit Zucker überziehen. Die Zuckerschicht muss so dick sein, dass die eigentliche Aufgabe des Kritisierten nicht mehr lautet, mit der Kritik richtig umzugehen, sondern sie überhaupt noch als Kritik zu erkennen. Warum? Weil niemand von uns hören will, was er oder sie falsch gemacht hat. Nicht einmal, wenn wir vorher und nachher mit Lob überschüttet werden!</p>

<p>Ein Beispiel: Ich habe eine Webseite für einen Service gemacht, den wir in Zukunft anbieten wollen. Das meiste Feedback der Anderen war positiv und es gab nur ein paar Kleinigkeiten, die ich ändern sollte. Hier kommt das Problem: Wenn ich stundenlang an einem Entwurf arbeite und über jedes kleine Detail nachdenke und eine Begründung für jede Design-Entscheidung habe, kann niemand kommen und mir nach 5 Minuten Durchsicht erklären, was ich daran ändern sollte. So blöd und kindisch es auch klingen mag, wenn ich um Feedback bitte, will ich in Wahrheit gelobt werden und habe kein Interesse an Verbesserungsvorschlägen. Ich will Zucker, keine Medizin.</p>

<p>Ihr könnt jetzt denken, dass mir offensichtlich die nötige Reife fehlt, um mit Kritik umzugehen – das hätte ich mir jedenfalls noch vor ein paar Wochen vorgeworfen. Ich glaube aber, dass es in Wahrheit nicht die Aufgabe des Kritisierten ist, mit Kritik richtig umzugehen, sondern in der Verantwortung des Kritikers liegt, die Kritik richtig zu kommunizieren. Mit dieser Prämisse im Hinterkopf stelle ich zunächst die &bdquo;alte&ldquo; Methode vor, um Kritik zu geben und zeige dann, wie ich seit einiger Zeit versuche Kritik zu geben:</p>

<p><strong>Alte Methode:</strong> Jemand bittet um Feedback. Der Kritiker beginnt mit einer wertlosen Anmerkung wie <em>sieht gut aus …</em> oder <em>gefällt mir auf den ersten Blick sehr gut …</em> und leitet mit Hilfe eines <em>… aber …</em> rhetorisch geschickt zu seinen Verbesserungsvorschlägen über <em> … du solltest [dieses und jenes] ändern.</em> Der Kritisierte bemüht sich die Kritik anzunehmen und richtig damit umzugehen, versucht aber dennoch seine Entscheidungen zu erklären und dem Kritiker klar zu machen, dass es durchaus einen Grund dafür gibt, dass die Dinge so sind wie sie sind. Der Kritiker kontert mit einem <em>ja, schon …</em> und greift erneut auf sein geliebtes <em>… aber …</em> zurück. Die Unterhaltung dauert einige Minuten und am Ende hat der Kritisierte das Gefühl, seine Arbeit würde nicht anerkannt werden und der Kritiker kann sich nur wundern, wie jemand so unreif mit Kritik umgehen kann.</p>

<p><strong>Neue Methode:</strong> Jemand bittet um Feedback. Der Kritiker hält die Klappe und lässt sich die Arbeit zeigen und erklären. Bei Dingen, die der Kritiker nicht nachvollziehen kann, fragt er nach, warum eigentlich dieses oder jenes so ist, wie es ist. Der Kritisierte hat dann entweder eine Antwort parat, die dem Kritiker dabei hilft, die Entscheidung nachzuvollziehen und die Lösung zu verstehen oder erkennt, dass er sich nicht genug Gedanken über das zugrundeliegende Problem gemacht hat. Der Kritiker hinterfragt jedes noch so kleine Detail und hört sich die Gründe für sämtliche Design-Entscheidungen genau an. Der Kritisierte erkennt, dass der Kritiker sich die Zeit nimmt, jedes Detail zu verstehen und nicht im Traum auf die Idee kommen würde, irgendeine Entscheidung zu kritisieren. Beide, der Kritisierte und der Kritiker vergessen ihre Rollen und werden zu Kollegen, die das gemeinsame Ziel verfolgen, eine bessere Lösung zu entwickeln.</p>

<p>Die Hauptregeln meiner neuen Kritik-Methode lauten 1.) Klappe halten, 2.) zuhören und 3.) jede Entscheidung erklären lassen. Mein Ziel als Kritiker lautet, mein Gegenüber zu verstehen. Es spielt dabei keine Rolle, ob ich mit einem Kollegen über ein neues Produkt spreche, an dem er seit Wochen arbeitet oder einfach mit einem Freund über das Leben rede. Wenn ich will, dass meine Kritik oder mein Feedback ankommt, muss <strong>ich</strong> zuerst verstehen. Bevor ich mir als Kritiker nicht die Mühe mache, etwas zu verstehen, habe ich auch nicht das Recht es zu kritisieren.</p>

<p>Und wenn ich eine Entscheidung nicht nachvollziehen kann und wirklich einer anderen Meinung bin? Dann muss ich meine Kritik mit Zucker überziehen und hoffen, dass mein Gegenüber bemerkt hat, dass ich wirklich helfen will. Ich sage niemandem ungefragt, was er oder sie verbessern sollte – ich frage nur, warum dieses oder jenes so ist, wie es ist. Es bringt nichts wenn ich meine Meinung kurzfristig durchsetze. Es geht darum, dass langfristig jeder ein gutes Gefühl dabei hat, die anderen um ihre ehrliche Meinung zu fragen.</p>

<p>Nur wenn keiner Angst vor Feedback hat, können wir uns weiterentwickeln. Das Problem vieler Firmen, Freundeskreise und Familien ist nicht, dass die Leute schlecht mit Kritik umgehen können, sondern dass sich viele Leute in der Rolle des Kritikers zu wichtig nehmen und glauben, es würde wirklich jemanden geben, der sich seine Fehler aufzeigen lassen möchte.</p>

<p>PS: Es ist schwierig richtig Kritik zu geben – viel schwieriger, als einfach zu sagen, was geändert gehört. Dass ich mir selbst schwer damit tue, richtig Kritik zu geben, dürfte man an diesem Artikel erkennen ;)</p>
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		<title>Fünf Minuten Nichtstun</title>
		<link>http://blog.simplease.at/2012/04/funf-minuten-nichtstun/</link>
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		<pubDate>Tue, 03 Apr 2012 05:45:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stefan</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Anlässlich der Earth Hour am 31. März, hat uns der WWF dazu aufgefordert, ab 20:30 für eine Stunde alle Lichter auszuschalten. Das Ganze hat einen symbolischen Charakter und soll uns daran erinnern, dass wir die Umwelt in der wir Leben, selbst beeinflussen können und wenn sich etwas ändern soll, wir selbst dafür verantwortlich sind. Als [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Anlässlich der Earth Hour am 31. März, hat uns der WWF dazu aufgefordert, ab 20:30 für eine Stunde alle Lichter auszuschalten. Das Ganze hat einen symbolischen Charakter und soll uns daran erinnern, dass wir die Umwelt in der wir Leben, selbst beeinflussen können und wenn sich etwas ändern soll, wir selbst dafür verantwortlich sind.</p>

<p>Als bei uns die Lichter aus waren, habe ich angefangen über eine <em>Self Hour</em> oder <em>Self Minutes</em> nachzudenken. Einfach fünf Minuten am Tag, in denen man nichts tut. Keine E-Mails schreiben, keine Nachrichten auf Facebook und Twitter lesen, nicht telefonieren, nicht fernsehen, kein Radio – einfach nur für fünf Minuten dasitzen und still sein. Fünf Minuten in denen man weder irgendetwas tut, noch über irgendetwas Bestimmtes nachdenkt. <span id="more-4376"></span></p>

<p>Was wäre der Sinn dahinter? Nun, zunächst wäre es interessant zu sehen, ob man es überhaupt schafft, für fünf Minuten Ruhe zu geben. Wenn ihr einmal daran denkt, wie unruhig man oft wird, wenn man beim Billa für zwei Minuten an der Kassa warten muss, wird euch vermutlich klar, dass die fünf Minuten Nichtstun schwer fallen dürften. Außerdem steht Nichtstun in unserer Gesellschaft nicht gerade hoch im Kurs. Es gibt Menschen, die 8 bis 12 Stunden täglich im Büro sitzen und in ihrer Mittagspause einen Kebap runterwürgen während sie Zeitung lesen oder E-Mails schreiben. <em>Hauptsache beschäftigt sein</em> scheint das Motto zu lauten. Da darf es uns nicht verwundern, wenn die neue Volkskrankheit Burnout heißt.</p>

<p>Wir rasen den ganzen Tag von Aufgabe zu Aufgabe, von Event zu Event und von Problem zu Problem – fünf Minuten Pause schenkten uns nicht nur Erholung sondern auch Kraft um die anstehenden Aufgaben wieder mit Freude anpacken zu können. Einfach fünf Minuten, in denen wir uns nicht mit unserem täglichen Drama auseinandersetzen und uns nur daraf konzentrieren, ein- und auszuatmen und den Kopf wieder frei zu bekommen.</p>
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		<title>Benutzer-Interviews: Wie man das Rätselraten aus dem Design-Prozess entfernt</title>
		<link>http://blog.simplease.at/2012/04/benutzer-interviews-wie-man-das-ratselraten-aus-dem-design-prozess-entfernt/</link>
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		<pubDate>Mon, 02 Apr 2012 09:16:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stefan</dc:creator>
				<category><![CDATA[Design]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>

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		<description><![CDATA[Der Erfolg eines Designs hängt davon ab, wie gut es die Bedürfnisse der Benutzer erfüllt. Ganz egal wie talentiert ein Designer ist, ohne eine klare und umfassende Kenntnis der Benutzer und ihrer Probleme, hat er oder sie wenig bis gar keine Chancen, das Leben dieser Menschen zu verbessern. In diesem Artikel erkläre ich, wie wir [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Der Erfolg eines Designs hängt davon ab, wie gut es die Bedürfnisse der Benutzer erfüllt. Ganz egal wie talentiert ein Designer ist, ohne eine klare und umfassende Kenntnis der Benutzer und ihrer Probleme, hat er oder sie wenig bis gar keine Chancen, das Leben dieser Menschen zu verbessern.</p>

<p>In diesem Artikel erkläre ich, wie wir Benutzer-Interviews führen, verrate worauf wir dabei achten und gebe Hinweise, die man beachten sollte, wenn man selbst Interviews führen will. Dieser Artikel ist für jeden, der das Rätselraten aus seinem Design-Prozess entfernen möchte und sich zum Ziel gesetzt hat, die Welt nicht nur schöner sondern besser zu machen. <span id="more-4357"></span></p>

<h3>Warum führen wir Benutzer-Interviews?</h3>

<p>Die meisten Designer sind Perfektionisten. Sie arbeiten so lange an einem Produkt, bis sie jedes noch so kleine Detail richtig hinbekommen. Wir sind da (leider) keine Ausnahme. Im Unterschied zu vielen anderen, klären wir aber im Vorfeld, ob wir überhaupt das <em>richtige</em> Produkt entwickeln, bevor wir unsere Zeit und Energie investieren.</p>

<p>Was meine ich mit dem <em>richtigen</em> Produkt? Ganz einfach: Das richtige Produkt hilft Menschen dabei, ihre Ziele auf möglichst einfache und angenehme Weise zu erreichen. Was das richtige Produkt ist, erfährt man nicht Workshops, Brainstormings oder Meetings – das richtige Produkt findet man nur, wenn man mit den Menschen spricht, die es später auch verwenden werden.</p>

<p>Ein Beispiel dafür war unser Projekt mit dem Software Competence Center in Hagenberg. In den Meetings wurde uns erklärt, dass wir das User Interface für ein Job-Portal entwickeln müssen. Um herauszufinden, wie dieses Job-Portal funktionieren soll, haben wir mit ungefähr 20 Job-Suchenden und einer Handvoll Job-Anbietern gesprochen. In den Interviews haben wir zu unserer Überraschung festgestellt, dass keiner dieser Menschen ein neues Job-Portal benötigt und es nicht klug wäre, das 1.501. Job-Portal im deutschsprachigen Raum zu bauen. Wer sich dafür interessiert, welches Produkt wir im Endeffekt entwickelt haben, kann sich die <a href="http://www.simplease.at/case-study/jobportal/" title="Case-Study Online-Bewerbungstool">Case-Study dieses Projekts ansehen</a>.</p>

<p>Ich will mit diesem Beispiel vor allem Eines zeigen: Wir wissen nicht, welches Produkt wir entwickeln sollen, wenn wir nicht mit den Menschen gesprochen haben, die dieses Produkt später verwenden werden. In der Praxis laufen die meisten Projekte nicht deshalb schief, weil die Designer oder Entwickler schlechte Arbeit leisten, sondern weil sie nicht wissen, woran sie überhaupt arbeiten sollen. Und genau deshalb führen wir Interviews bevor wir mit unserer eigentlichen Arbeit beginnen.</p>

<h3>Woher wissen wir, wen wir interviewen sollen?</h3>

<p>Am einfachsten findet man die richtigen Interview-Partner in dem man Interviews führt. Wir wissen nach jedem Gespräch mehr als wir vorher gewusst haben und so ist es in Wahrheit nur wichtig zu wissen, mit wem wir beginnen sollen. Und vor allem bei Projekten für Auftraggeber, ist auch diese Frage einfach zu beantworten: Wir beginnen damit unseren Auftraggeber zu interviewen.</p>

<p>Wichtig ist dabei, dass wir nicht nur mit dem &bdquo;Chef&ldquo; sprechen, sondern mindestens 30 bis 45 Minuten Zeit haben, um mit jedem Projektbeteiligten ein Einzelgespräch zu führen. In diesen Gesprächen erfahren wir alles, was wir wissen müssen über …</p>

<ul>
<li>die vorläufige Vision des Produktes</li>
<li>die finanziellen und zeitlichen Rahmenbedingungen</li>
<li>die technischen Einschränkungen und Möglichkeiten</li>
<li>die wirtschaftlichen Ziele unseres Auftraggebers</li>
<li>und natürlich wer die zukünftigen Benutzer sind</li>
</ul>

<p>Während die ersten 4 dieser Liste ohnehin zur Grundvoraussetzung für ein erfolgreiches Projekt gehören, brauchen wir die Informationen über die zukünftigen Benutzer dafür, die weiteren Interviews zu planen. Um noch einmal zu unserem Projekt mit dem vermeintlichen Job-Portal zurückzukommen: Wir haben persönliche Interviews mit jedem einzelnen Projektbeteiligten geführt (ca. 10 bis 15 Interviews) und dank dieser Gespräche persönliche Kontakte zu Job-Suchenden und Job-Anbietern erhalten und sind somit von ganz alleine zu neuen Gesprächspartnern gekommen.</p>

<h3>Wie laufen diese Interviews ab?</h3>

<p>Wie bereits in diesem <a href="http://blog.simplease.at/2011/09/die-uberraschend-einfachen-geheimnisse-eines-guten-interviews/" title="Die überraschend einfachen Geheimnisse eines guten Interviews">Artikel über die Geheimnisse eines Interviews</a> beschrieben, fühlen sich unsere Gespräche an, als würden wir mit einem alten Freund sprechen, den wir seit Ewigkeiten nicht getroffen haben und der uns erzählt, was er in den letzten Jahren erlebt hat. Wir wollen, dass unser Interview-Partner während des Gesprächs zum Geschichtenerzähler wird, während wir selbst in der Rolle des interessierten Zuhörers bleiben.</p>

<p>Wir führen Interviews immer zu zweit. Einer übernimmt den Part des Interviewers, während der andere sich auf das Mitschreiben konzentriert und evtl. Fragen stellt, wenn der Interviewer etwas Wichtiges vergessen hat oder irgendetwas unklar geblieben ist. Im besten Fall setzen wir uns so hin, dass sich Interviewer und Interviewter gegenüber sitzen und der Interviewer einen Blick auf die bisherige Mitschrift werfen kann. Jeder hat seinen eigenen Stil ein Interview zu führen – manche haben gerne die Mitschrift vor sich, andere wiederum nicht. Ich persönlich werfe nie einen Blick auf die bisherige Mitschrift und versuche mich stattdessen voll auf meinen Gesprächspartner zu fokussieren.</p>

<p>Wichtig bei Interviews ist, dass man sich natürlich verhält und selbst nicht das Gefühl verbreitet, man würde sich in einer ungewöhnlichen Situation befinden. Der Interview-Partner soll das Gefühl haben, einfach erzählen zu können und braucht sich dabei nicht einmal bewusst sein, dass er gerade interviewt wird. Einmal ist es uns sogar passiert, dass ein Interview-Partner gefragt hat, wann denn das Interview eigentlich losgehen würde – und das, nachdem wir ihn bereits für eine halbe Stunde interviewt hatten.</p>

<p>Grundsätzlich kann man zum Ablauf eines Interviews sagen, dass man sehr unspezifisch beginnt und immer weiter ins Detail geht. Anfangen sollte man ein Interview stets mit einer offenen Frage, die nicht mit Ja oder Nein beantwortet werden kann, sondern den Interviewten dazu auffordert, ein bisschen aus seinem Alltag zu erzählen. Eine erprobte Einstiegsfrage ist z.B. <em>Wie sieht eigentlich ein ganz normaler Arbeitstag bei Ihnen aus?</em>. Je nach Persönlichkeit unseres Interview-Partners kann es vorkommen, dass wir als Interviewer die nächsten 10 Minuten gar nichts mehr zu melden haben und nur noch damit beschäftigt sind, unserem Gegenüber zuzuhören und dazu anzuhalten mehr zu erzählen.</p>

<h3>Worauf kommt es bei den Interviews an?</h3>

<p>Zur Erinnerung: Wir führen Benutzer-Interviews, weil wir das <em>richtige</em> Produkt finden wollen. Je nach Komplexität des Projektes ändern sich natürlich die Anforderungen – eine einfache Webanwendung erfordert eine weniger umfangreiche Recherche als eine Spezialsoftware für medizinische Geräte in Krankenhäusern. Unabhängig von Umfang und Intensität kommt es aber bei allen Interviews auf dasselbe an: Kontext, Ziele und Abläufe.</p>

<h4>1. Kontext</h4>

<p>Warum fragen wir nach einem ganz normalen Arbeitstag? Klar, um unsere Interview-Partner zum Reden zu bringen. Es gibt aber noch einen weiteren Grund dafür: Wir erfahren etwas über den Kontext, in dem ein Produkt verwendet wird und lernen die verschiedenen <em>Kräfte</em> kennen, die auf das Design eines Produktes wirken. Wir erfahren wann, warum und wie ein Produkt benutzt wird.</p>

<p>Kontext beeinflusst unsere Wahrnehmung. Ändert sich der Kontext in dem ein Produkt verwendet wird, ändert sich auch das Produkt selbst. Ein schönes Beispiel dafür ist diese Grafik:</p>

<p><img src="http://wordsarepicturestoo.files.wordpress.com/2008/03/abc1.jpg?w=480"></p>

<p>Je nach Kontext lautet unsere Aufgabe als Designer entweder ein &bdquo;B&ldquo; oder eine &bdquo;13&ldquo; zu entwickeln. Um das <em>richtige</em> Design zu finden, müssen wir also erst den Kontext verstehen.</p>

<h4>2. Ziele</h4>

<blockquote>“Users don’t visit Web sites to experience the joy of navigation.”
<cite>Jesse James Garret</cite></blockquote>

<p>Wie anfangs erwähnt, hilft das richtige Produkt einem Menschen dabei, seine Ziele auf einfache und angenehme Weise zu erreichen. Möglich ist das natürlich nur, wenn wir als Designer die Ziele unserer Benutzer kennen.  Nehmen wir als Beispiel dafür eine Webseite. Warum besucht jemand eine Webseite? Vielleicht weil er oder sie auf der Suche nach einer bestimmten Information ist oder weil die Webseite ein sogenanntes Web-App ist, mit dem man eine bestimmte Aufgabe erledigen kann. Egal welches Ziel unsere Benutzer haben, niemand besucht eine Webseite, um die Freuden der Navigation zu erleben, wie Jesse James Garret das so schön beschreibt.</p>

<p>Zum Glück ist es so einfach, die Ziele unserer zukünftigen Benutzer herauszufinden. Alles was wir tun müssen, ist zuzuhören und gelegentlich <em>Warum?</em> zu fragen. Auf diese Weise haben wir z.B. herausgefunden, dass Jobsuchende nicht nur das Ziel haben, neue Jobs zu finden (wobei ihnen eines der 1.500 Job-Portale helfen kann), sondern der entscheidende Teil ihres Ziels lautet, sich für eine freie Stelle zu bewerben (wofür sie im Moment dutzende Word-Dokumente verwenden, um die verschiedenen Lebensläufe für ihre Bewerbungen vorzubereiten und zu organisieren). Das Ziel unserer Benutzer lautete demnach wie folgt: Ich will mich so einfach wie möglich für eine freie Stelle bewerben können.</p>

<h4>3. Abläufe</h4>

<p>Ziele entdeckt man am einfachsten, in dem man sich Abläufe erklären lässt und immer wieder fragt, <em>warum genau machen Sie das so?</em> Wir beginnen das Interview mit einer offenen Frage wie z.B.: <em>Können Sie mir bitte einen ganz normalen Tag in Ihrem Leben beschreiben?,</em> fragen nach <em>warum</em> jemand dieses oder jenes macht und lassen uns die einzelnen Abläufe immer genauer erklären: <em>Wie kann ich mir das vorstellen?</em> oder <em>Können Sie mir das bitte ein wenig genauer erklären?</em> oder <em>Können Sie bitte ein konkretes Beispiel beschreiben?</em></p>

<p>Vor allem bei den ersten Benutzer-Interviews in einem Projekt, müssen wir uns überhaupt nicht vorbereiten. Wir wissen nicht was uns erwartet, haben keine genaue Vorstellung und haben teilweise nicht einmal Fragen vorbereitet. Alles was wir tun müssen, ist eine offene Einstiegsfrage zu stellen, öfter zu fragen <em>warum?</em> und uns jede Tätigkeit und jeden Ablauf bis ins kleinste Details erklären zu lassen. Abläufe sind die Geschichten unserer Interview-Partner und sie verraten uns nicht nur etwas über die Tätigkeiten dieser Menschen, sondern auch in welchem Kontext sie diese Tätigkeiten ausführen und natürlich warum sie das überhaupt tun.</p>

<h3>Merkliste für Benutzer-Interviews</h3>

<p>Benutzer-Interviews sind schnell und einfach gemacht. Es gibt keinen Grund auf sie zu verzichten und eine Million guter Gründe, warum wir mit den Menschen sprechen sollten, bevor wir beginnen, ein Produkt für sie zu entwickeln. Zum Abschluss dieses Artikels noch ein paar Dinge, die man sich merken sollte, wenn man selbst Interviews mit zukünftigen Benutzer führen möchte:</p>

<ul>
<li><strong>Design-Recherche muss nicht aufwendig sein: </strong>Wer nach dem Begriff <a href="https://www.google.com/search?q=user+research" title="Google-Treffer zu User Research">User Research</a> googled, und die Suchergebnisse durchsieht, wird schnell erkennen, dass man aus Benutzer-Interviews eine echte Wissenschaft machen kann. Man kann Wochen damit verbringen, die richtigen Interview-Partner auszuwählen, Hypothesen aufzustellen und Personas zu entwickeln um zu einem Framework für Kontext-Szenarios zu kommen, bevor man das erste Mal einen Zeichenstift in die Hand nimmt . Manchmal ist das sinnvoll und manchmal machen wir das auch selbst – meistens genügt es aber, einfach mit einigen zukünftigen Benutzern ein völlig informelles Gespräch zu führen, um den Großteil des Rätselratens loswerden zu können.</li>
<li><strong>Ein Interview ist besser als kein Interview: </strong>Wenn ihr nicht genügend Interview-Partner organisieren könnt, um eine Persona-Hypothese zu bestätigen (in der Regel 4 bis 6 Interview-Partner pro vermutetem Verhaltensmuster), dann sprecht mit den Leuten, die euch zur Verfügung stehen. Ein einziges Interview liefert wertvollere Informationen als tagelanges <em>brainstormen</em> und <em>workshoppen</em>.</li>
<li><strong>Vergesst die ganzen Fachausdrücke: </strong>Wenn ihr euch gerade gefragt habt, was eine Persona-Hypothese ist und wie ihr Verhaltensmuster identifizieren könnt, lasst euch gesagt sein, dass ihr diese Ausdrücke nicht unbedingt verstehen müsst, um eine Design-Grundlage an Hand von Interviews zu erhalten. Solltet ihr euch dennoch dafür interessieren, empfehle ich euch <a href="http://www.amazon.de/Designing-Digital-Age-Human-Centered-Products/dp/0470229101/ref=tmm_pap_title_0?ie=UTF8&#038;qid=1333354902&#038;sr=8-2" title="Designing for the Digital Age auf amazon.de">Designing for the Digital Age</a> von Kim Goodwin. Darin befinden sich nicht nur Erklärungen sämtlicher Fachausdrücke sondern auch eine Transkription eines kompletten Interviews und vor allem, was man machen kann um von den Interviews zum fertigen Design zu kommen.</li>
<li><strong>Wartet die peinliche Stille einfach ab: </strong>In meinem ersten Interview hatte ich das Pech, mit einer Dame zu sprechen, die sehr zurückhaltend war und nur das aller nötigste gesprochen hat. Auf die Frage, wie denn ein ganz normaler Tag in ihrem Leben aussehen würde, hat sie kurz und knapp geantwortet: <em>das ist schwer zu sagen.</em> Die kommenden 3 bis 5 Sekunden sind mir wie Stunden vorgekommen. Es herrschte absolute Stille, mein Puls stieg auf 180 und ich wollte vor lauter Scham aus dem Zimmer rennen. Anscheinend war diese Stille aber auch meiner Gesprächspartnerin peinlich gewesen und so fuhr sie nach dieser gefühlten Ewigkeit mit ihrer Antwort fort. Von Wort zu Wort begann sie aufzutauen und gemeinsam überstanden wir auch noch die kommenden peinlichen Momente, in dem ich wie gelähmt dasaß und sie zögerlich aber doch von sich und ihrer Arbeit erzählte. Wenn es also peinlich wird, Mund geschlossen halten und abwarten.</li>
<li><strong>Sprecht nicht über Technologie: </strong>Einige Interview-Partner interessieren sich dafür, was ihr macht und haben eine Meinung zu Technologie. Lasst euch nicht in Diskussionen über verschiedene Technologien verstricken – ihr wollt etwas über das Verhalten und die Ziele der Menschen erfahren, nicht über ihre Meinung.</li>
<li><strong>Interview-Partner sind keine Designer: </strong>Fragt einen Interview-Partner nie, ob er oder sie ein bestimmtes Feature nutzen würde. Redet nicht über das fertige Produkt und fragt euren Gesprächspartner auch nicht, wie ein perfektes Produkt aussehen könnte. Denkt an Henry Ford, der einmal gesagt hat, wenn er seine Kunden gefragt hätte, was sie haben wollen, dann hätten sie gesagt, schnellere Pferde.</li>
<li><strong>Lasst es euch erklären oder besser noch zeigen: </strong>Wenn ihr Telefon-Interviews führt, bittet eure Gesprächspartner, euch ihr Abläufe genau zu erklären. Wenn ihr eure Interviews am Arbeitsplatz eurer Gesprächspartner führt, dann bittet sie darum, euch zu zeigen, wie sie bestimmte Abläufe machen. Wenn jemand z.B. eine Excel-Liste verwendet um eine Aufgabe zu erledigen, dann lasst euch diese Excel-Liste zeigen und fragt nach, ob ihr eine Kopie dieser Datei bekommen könntet.</li>
<li><strong>Verzichtet auf fixe Fragen: </strong>Ich weiß, dass sich manche unsicher fühlen, wenn sie ein Gespräch einfach so beginnen und viele gerne eine fixe Liste an Fragen vorbereiten würden, die sie dann nur noch der Reihe nach vorlesen müssen, aber bitte verzichtet auf einen Fragenkatalog. Konzentriert euch aufs Zuhören und erinnert euch daran was ihr erfahren wollt: Kontext, Ziele und Abläufe. Dafür braucht ihr keinen Fragenkatalog.</li>
<li><strong>Vermeidet Suggestivfragen: </strong>Suggestivfragen heißen so, weil der Fragesteller bereits eine Antwort vorgibt (suggeriert) und auf diese Weise den Gesprächspartner beeinflusst – egal ob absichtlich oder nicht. Stellt Fragen, die nicht mit Ja oder Nein zu beantworten sind und vermeidet Fragen wie <em>Würden Sie dieses Feature benutzen</em> oder <em>Wäre dieses Feature nicht eine große Erleichterung für ihre Arbeit?</em></li>
</ul>

<p>Es gäbe natürlich noch Vieles zu erzählen, aber als Einstieg sollte dieser Artikel genügen. Ich hoffe, ihr könnt damit etwas anfangen und stehe natürlich gerne für Fragen und Anregungen zu Verfügung.</p>
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		<item>
		<title>Eine perfekte Erfahrung</title>
		<link>http://blog.simplease.at/2012/03/eine-perfekte-erfahrung/</link>
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		<pubDate>Thu, 29 Mar 2012 15:51:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Markus</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Graz. Post-Amt Berliner Ring. Ein Kunde, zwei Mitarbeiter, ein Fernseher. Tennis, Wohnzimmer-Lautstärke. Mitarbeiter (ins Telefon, wild gestikulierend, Blick in den Computer). Nanana, jetzt hot der si aufghängt. Neue Hardware gefunden steht do. Zweite Mitarbeiterin (zu Kunden). Also no amal, des Packerl wollns holn? Kunde. Richtig, zum dritten Mal, der Kollege wollte es suchen aber dann [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Graz. Post-Amt Berliner Ring. Ein Kunde, zwei Mitarbeiter, ein Fernseher. Tennis, Wohnzimmer-Lautstärke.
<span id="more-3691"></span></p>

<p><em>
Mitarbeiter (ins Telefon, wild gestikulierend, Blick in den Computer).</em> Nanana, jetzt hot der si aufghängt. Neue Hardware gefunden steht do.</p>

<p><em>Zweite Mitarbeiterin (zu Kunden).</em> Also no amal, des Packerl wollns holn?</p>

<p><em>Kunde.</em> Richtig, zum dritten Mal, der Kollege wollte es suchen aber dann ist ihm offenbar der Computer dazwischengekommen</p>

<p><em>Mitarbeiter (vor Computer ins Telefon)</em> Nana, anders is nix ols gestan. Hardware gefunden.</p>

<p>Kunde Nr. 3 ins Geschäft. Fragender Blick. Anstellen in der Schlange.</p>

<p><em>Mitarbeiter (gelassen). </em>Werma scho finden des Pakerl (Ab.)</p>

<p><em>
Kunde (zu mir)</em>. Seit 20 Minuten suchens mein Pakerl. Zum dritten Mal versuch ich es jetzt schon.</p>

<p><em>Ich. </em>Des is das Problem, wenn man bei der Post Pakerl holen will, darauf sind die einfach net vorbereitet. (Blick auf Verkaufsständer) Dafür gibts CDs hier.</p>

<p><em>Kunde.</em> Und die Anleitung zum Anstellen wird schon net umsonst da sein.
<img src="http://blog.simplease.at/wp-content/uploads/2012/03/IMG_3562-564x468.jpg" alt="So funktionierts: Anstellen in der Post" title="So funktionierts: Anstellen in der Post"  class="aligncenter size-large wp-image-4348" /></p>

<p class="caption">So funktionierts: Anleitung zum Anstellen in der Post</p>

<p>Mitarbeiter 1 telefonierend. Kunde Nr. 4 ins Geschäft. Fragender Blick. Anstellen in der Schlange.
Fernseher aus dem Off. Permanent. Tennis. Wohnzimmer-Lautstärke.</p>

<p>Nach weiteren 10 Minuten.</p>

<p><em>Mitarbeiterin (zu Kunden aus Lager brüllend).</em> Nana, des Pakerl is net do.</p>

<p><em>Kunde (genervt)</em> Aso, is es grad frische Luft schnappen?</p>

<p>Neuer Kunde Nummer 5. Fragend. Anstellend.</p>

<p><em>Mitarbeiter (zu Mitarbeiterin vom einem Eck des Raums brüllend).</em> Ruaf on amal! (ins Telefon) Na, net Sie.</p>

<p><em>Mitarbeiterin (wählt)</em> Jo, mochma des</p>

<p><em>Mitarbeiterin (ins Telefon).</em> Jo, Siebn Kilo hots. Aha. Na bei uns is net. Die Nummer. Jo wort amal</p>

<p><em>Mitarbeiterin (zu Kunden, Finger auf Abholschein)</em> Is des a Anser oder a Zwarer do?</p>

<p><em>Kunde (entschlossen)</em>. 1.</p>

<p><em>Mitarbeiterin (ins Telefon).</em> 2,9. Aha… Muas bei uns sein? Jo schauma holt no amal. (legt auf, ab)</p>

<p>Fernseher aus dem Off. Novak Djokovic hat Aufschlag.</p>

<p>Kunde 6 in Schlange. Kunde 2: Griff zum CD-Regal.</p>

<p><em>Mitarbeiterin (mit Paket).</em> Do wors eh. Wor nur ganz hinten in der Eckn.</p>

<p><em>Kunde.</em> Na fein. (Ab)</p>

<p><em>Mitarbeiterin (zu mir).</em> Jo, jetzt homs wortn müssn geh? Is net so anfach momchmol mit de Packerl.</p>

<p><em>Ich (zweifelnd).</em> Jaaa…</p>

<p><em>Mitarbeiterin (zu meinem Paket)</em>. Is des normal?</p>

<p><em>Ich.</em> &bdquo;Normal&ldquo;?</p>

<p><em>Mitarbeiterin:</em> Soll ma des normal schicken?</p>

<p><em>Ich.</em> Versichert hätt ichs gern bitte.</p>

<p><em>Mitarbeiterin (halb zu sich)</em>. Also net normal…</p>

<p>Fernseher aus dem Off. Murray führt.</p>

<p><em>Mitarbeiterin.</em> Mochma Dreck und Dress?</p>

<p><em>Ich.</em> ….?</p>

<p><em>Mitarbeiterin (nervös).</em> Jo, do kennens im Internet nochschaun wos is. Des Packerl man I.</p>

<p><em>Ich.</em> &bdquo;Aha, ja machen wir das.&ldquo;</p>

<p>Bezahlung. Restgeld. Vorhang.</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Sei stolz auf deine Fehler</title>
		<link>http://blog.simplease.at/2012/03/sei-stolz-auf-deine-fehler/</link>
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		<pubDate>Thu, 29 Mar 2012 05:45:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stefan</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[„Wenn man nichts falsch machen darf, ist es schwierig, etwas richtig zu machen.“ – Mario Bellini Der beste Weg etwas Neues zu lernen, ist einen Fehler zu machen. Egal ob als Selbstständiger oder Angestellter – wirklich gut wird man nur, wenn man in einem Umfeld lebt und arbeitet, in dem man keine Angst davor haben [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<blockquote>„Wenn man nichts falsch machen darf, ist es schwierig, etwas richtig zu machen.“
<cite>– Mario Bellini</cite></blockquote>

<p>Der beste Weg etwas Neues zu lernen, ist einen Fehler zu machen. Egal ob als Selbstständiger oder Angestellter – wirklich gut wird man nur, wenn man in einem Umfeld lebt und arbeitet, in dem man keine Angst davor haben muss, einen Fehler zu machen. <span id="more-4340"></span></p>

<blockquote>„Ich versuche, den Menschen das Gefühl zu geben, dass es in Ordnung ist, Fehler zu machen, dass es sogar wichtig ist, Fehler zu machen.“
<cite>– James Burke</cite></blockquote>

<p>Wenn du einen Fehler machst, gestehe ihn dir und den Anderen sofort ein und sei noch dazu stolz darauf. Sei stolz darauf, dass du den Mut hattest, etwas Neues auszuprobieren und nicht nur abgewartet hast.</p>

<blockquote>„Ich finde es bedenklich, wenn einer keine Fehler macht. Das weist auf zu großes Sicherheitsdenken.“
<cite>– Hermann Wagner</cite></blockquote>

<p>Schaffe dir und deinen Teamkollegen ein Umfeld, in dem Fehler nicht mit Versagen gleichgestellt werden. Mache dir und den anderen bewusst, dass eure Fehler ein Zeichen für Fortschritt darstellen und der entscheidende Teil eures kreativen Prozesses sind.</p>

<blockquote>„Es ist ein Lob für einen Mann, wenn man seine Fehler sagen darf, ohne dass er groß zu sein aufhört.“
<cite>– Johannes von Müller</cite></blockquote>

<p>Wenn du merkst, dass du einen Fehler gemacht hast, schreie es laut hinaus in die Welt. Feiere deinen Fehler und erkläre ehrlich, was du falsch gemacht hast, damit du und andere denselben Fehler in Zukunft nicht noch einmal machen müssen.</p>

<blockquote>„Ein kluger Mann macht nicht alle Fehler selbst. Er gibt auch anderen eine Chance.“
<cite>– Winston Spencer Churchill</cite></blockquote>

<p>Wenn jemand anders einen Fehler macht, sei verständnisvoll und gib ihm oder ihr das Gefühl, dass alles in Ordnung ist – mehr als das. Wenn in Zukunft jemand einen Fehler macht, soll er oder sie denken, <em>cool! was für ein arger Fehler … kommt schnell alle her, ich muss euch unbedingt zeigen, was für einen Fehler ich gemacht habe!</em></p>

<blockquote>„Ein Fehler, der abgestritten wird, wird zweimal begangen.“
<cite>– Aus Spanien</cite></blockquote>

<p>Habe auf keinen Fall ein schlechtes Gewissen – das brauchst du nur zu haben, wenn dir die Courage fehlt, deinen Fehler einzugestehen. Man gesteht sich einen Fehler ein, um kein schlechtes Gewissen haben zu müssen. Wer trotzdem eines hat, der sucht es sich selbst aus, unglücklich zu sein.</p>

<p>Fehler sind nur schlimm …</p>

<ul>
<li>wenn man nichts aus ihnen lernt</li>
<li>sie unter den Tisch kehrt</li>
<li>die Schuld auf jemand anderen schiebt</li>
<li>nach weiteren Ausreden sucht</li>
</ul>

<p>Warum das Ganze? Nur wer keine Angst davor hat, Fehler zu machen, kann die Welt verbessern. Angsthasen haben keine Chance!</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Website Usability-Test in 15 Minuten: carsharing.at</title>
		<link>http://blog.simplease.at/2012/03/website-usability-test-in-15-minuten-carsharing-at/</link>
		<comments>http://blog.simplease.at/2012/03/website-usability-test-in-15-minuten-carsharing-at/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 26 Mar 2012 19:34:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Markus</dc:creator>
				<category><![CDATA[Design]]></category>
		<category><![CDATA[Carsharing]]></category>
		<category><![CDATA[thinking-aloud]]></category>
		<category><![CDATA[Usability]]></category>
		<category><![CDATA[User-Test]]></category>
		<category><![CDATA[Website]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://blog.simplease.at/?p=4318</guid>
		<description><![CDATA[Wir waren letzte Woche am Barcamp in Salzburg und haben dort für die Teilnehmer die Website von carsharing.at live getestet. Ziel der ganzen Sache war zu zeigen, dass solche Guerilla Usability-Tests immer Erfolg liefern und weder teuer noch zeitaufwendig sein müssen. Wir hatten für unseren Test 15 Minuten Zeit und haben trotzdem einiges gefunden. Worum [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://blog.simplease.at/2012/03/website-usability-test-in-15-minuten-carsharing-at"><img class="aligncenter size-full wp-image-4319" title="Die Startseite von www.carsharing.at" src="http://blog.simplease.at/wp-content/uploads/2012/03/carsharingat-startseite.jpg" alt="Die Startseite von www.carsharing.at"/></a>Wir waren letzte Woche am <a title="Programm des Barcamps Salzburg 2012" href="http://lanyrd.com/2012/salzburg-nextweb-march-2012/">Barcamp in Salzburg</a> und haben dort für die Teilnehmer die Website von carsharing.at live getestet. Ziel der ganzen Sache war zu zeigen, dass solche Guerilla Usability-Tests immer Erfolg liefern und weder teuer noch zeitaufwendig sein müssen. Wir hatten für unseren Test 15 Minuten Zeit und haben trotzdem einiges gefunden.
<span id="more-4318"></span></p>

<h3>Worum geht es hier?</h3>

<p>Wir starten unsere Reise auf der Startseite. Ich frage unseren Tester, welches Ziel die Seite seiner Meinung nach verfolgt.</p>

<blockquote>„Hier geht es um Carsharing. Die Seite ist primär dafür da, um sich anzumelden Die Aufgabe der Seite? Das man sich auf der Straße ein Auto sucht. Diese Seite ist um Rechnungen einzusehen, Anmeldeprozesse durchzusehen.“
<cite>Unser Tester</cite></blockquote>

<p>Er hat offenbar erkannt, dass er eine Carsharing Seite vor sich hat und meint die Hauptaufgabe der Seite ist vor allem eine verwaltungstechnische (Anmeldung, Rechnungen einsehen).</p>

<h3>Die Aufgabe</h3>

<p>Nach dem ersten Eindruck, möchte ich sehen, wie unser Tester weiter mit der Seite umgeht. Um Menschen bei der Verwendung einer Seite zu beobachten, braucht es ein erreichbares Ziel.</p>

<blockquote>&bdquo;The trick is to make sure the tasks you test reflect your user&#8217;s actual goals, not just your idea of what they want to do.&ldquo;
<cite>Steve Krug in <a title="Amazon Link zu Rocket Surgery Made Easy von Steve Krug" href="http://www.amazon.de/Rocket-Surgery-Made-Easy--yourself/dp/0321657292/ref=sr_1_1?ie=UTF8&amp;qid=1332788325&amp;sr=8-1" target="_blank">Rocket Surgery Made Easy</a></cite></blockquote>

<p>Ich entscheide mich für ein möglichst realitätsnahes Szenario. Die Rückkehr von der Veranstaltung nach Hause.</p>

<blockquote>&bdquo;Stell dir vor, du kommst aus Graz, und möchtest nach der Veranstaltung hier in Salzburg nach Graz zurück. Du bist mit dem Zug um etwa 50 EUR von Graz nach Salzburg gefahren. Du suchst eine Alternative zum Zug, ein Freund hat dir Carsharing vorgeschlagen. Du möchtest wissen, ob es in deiner Situation besser ist mit dem Zug zu fahren oder das Carsharing auszuprobieren.&ldquo;
<cite>Die Aufgabe</cite></blockquote>

<h3>System-Sprache</h3>

<p>Unser Tester bemerkt in der Detail-Ansicht eines Standortes das Feld ID.
<img class="aligncenter size-full wp-image-4325" title="Systemsprache auf carsharing.at" src="http://blog.simplease.at/wp-content/uploads/2012/03/carsharing-systemspracheid.jpg" alt="Systemsprache auf carsharing.at" /></p>

<p class="caption">Eine System-ID interessiert Programmierer, keine Benutzer</p>

<blockquote>&bdquo;Hier steht jetzt eine ID. Anscheinend benutzen die für die Standorte IDs. Ich nehme an, dass ich mir die irgendwie merken und irgendwo eingeben muss.&ldquo; Warum eingeben? &bdquo;Weil ich sonst nicht verstehe, warum sie sonst da ist. Wen interessiert das? Blöde Zahl.&ldquo;</blockquote>

<p>Ein &bdquo;menschliches&ldquo; Interface sollte immer die Sprache des Benutzers sprechen. Eine ID interessiert den Programmierer, der auf eine Datenbank zugreift, aber nicht den Benutzer. Hier lenkt das Feld ID nicht nur vom restlichen (wichtigeren) Inhalt ab, sondern verwirrt noch zusätzlich. Die Nummer wäre ja nicht angegeben, wenn ich sie nicht irgendwo wieder benötigen würde, oder?</p>

<h3>Bitte warten. 27 Sekunden lang</h3>

<p>Nach dem Klick auf den Punkt &bdquo;Fahrzeuge&ldquo; passiert erstmal nichts. Was wir während des Barcamps auf eine schlechte W-LAN Verbindung geschoben haben, stellt sich im Nachhinein als eine enorm langsame Seite heraus.</p>

<p>Die Unterseite &bdquo;Fahrzeuge&ldquo; benötigt laut Apple Web-Developer Tools fast 27 Sekunden um zu laden. (Wer viel Zeit hat, kann es gerne hier <a title="Fahrzeuge Unterseite auf carsharing.at" href="http://carsharing.at/index.cfm?srv=cms&amp;pg=&amp;dom=10&amp;prub=1123&amp;rub=1123" target="_blank">live ausprobieren</a>)</p>

<p><img class="aligncenter size-full wp-image-4320" title="Performanceprobleme auf carsharing.at" src="http://blog.simplease.at/wp-content/uploads/2012/03/carsharing-performance.jpg" alt="Performanceprobleme auf carsharing.at" /></p>

<p class="caption">Die Unterseite Fahrzeuge von carsharing.at braucht 27 Sekunden um zu laden</p>

<p>Laut einer <a title="Link zur Infografik" href="http://www.snackr.com/s/55cce2" target="_blank">in den USA durchgeführten Studie</a> verlässt einer von 4 Besuchern die Seite, sobald sie mehr als 4 Sekunden zu laden benötigt. Interessant wäre zu messen, ob nach 22 Sekunden Wartezeit bis jetzt irgendjemand auf dieser Seite verblieben ist.</p>

<h3>Preisvergleich</h3>

<p>Unser Tester ist noch immer auf der Suche nach dem Preis um ein Auto auszuleihen. Er findet eine erste Preisangabe neben dem gerade gewählten Fahrzeug. Doch die Angaben bereiten ihm Kopfzerbrechen.
<img class="aligncenter size-full wp-image-4321" title="Preisbeispiele auf carsharing.at" src="http://blog.simplease.at/wp-content/uploads/2012/03/carsharing-preisbeispiele.jpg" alt="Preisbeispiele auf carsharing.at" /></p>

<p class="caption">Als Preisbeispiele sind Geschäftstermin und Besuch bei Freunden angegeben</p>

<p>Unser Tester bemerkt, dass ihm die Beispiel-Angaben nicht weiterhelfen. Die Fahrt von Salzburg nach Graz dauert etwa 2.5h und 300km - keine der Angaben passt auf seine konkrete Anforderung.</p>

<blockquote>&bdquo;Besuch bei Freunden&#8230; Ist es auch nicht! Ich will nach Graz und keine Freunde besuchen&ldquo;</blockquote>

<p>Für das Ausrechnen der entgültigen Kosten auf einer anderen Seite benötigt er als Hilfsmittel den Rechner - kein Beweis für eine durchsichtige Preisgestaltung.</p>

<h3>Einfach testen - Das Ende der Reise</h3>

<p>Unser Tester entschließt sich trotz unpassender Preisangaben für den Klick auf den roten Call-To Action Button &bdquo;Einfach testen&ldquo;. Ich frage ihn, was er nach dem Klick erwarten würde, &bdquo;Anmelden, Aussuchen, Losfahren&ldquo; antwortet er.</p>

<p>Tatsächlich landet er auf einer &bdquo;leeren Seite&ldquo; mit noch einem Link.</p>

<blockquote>Testreservierung und Kalkulator. Das hätte ich zwei Schritte vorher gut gefunden&ldquo;</blockquote>

<p>Doch der weitere Link führt <a href="https://webportal.carsharing.at/webportal/?lang=1&amp;test=1" target="_blank">ins Leere</a>. 404 - Not Found. Das Ende der Reise für jeden motivierten Car-Sharing Interessierten. Wenn er nach den 27 Sekunden Wartezeit überhaupt noch auf dieser Seite ist.</p>

<h3>Fazit</h3>

<p>Wir haben die Seite mit einer einzigen Person 15 Minuten lang getestet. Gefunden haben wir irreführende Navigationspunkte, enorme Performance-Probleme, undurchsichtige Preisgestaltung und eine nicht vorhandene Seite mitten im Bestell-Prozess. Und das live auf der <a title="Link zur Google Suche Carsharing öSterreich" href="https://www.google.at/search?q=carsharing+österreich" target="_blank">größten Seite für Carsharing in Österreich</a>.</p>

<p>Es ist immer wieder überraschend mit welchem minimalen Aufwand man durch User-Tests Probleme auf Websites aufdecken kann. Dazu braucht es weder viel Zeit noch viel Budget. Im konkreten Fall waren es 15 Minuten und ein dankbares Händeschütteln mit unserem Tester.</p>

<h3>In eigener Sache</h3>

<p>Wir sind immer gerne offen für Vorschläge von Websites für unsere nächste Test-Session. Kontaktiert uns dazu gern hier über den Blog oder per <a href="mailto:markus@simplease.at">Mail</a>.</p>
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		<title>Wir können alles schaffen</title>
		<link>http://blog.simplease.at/2012/03/wir-konnen-alles-schaffen/</link>
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		<pubDate>Mon, 26 Mar 2012 06:13:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stefan</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[&#8222;Live out of your imagination, not your history.&#8220; Stephen R. Covey Viele von uns haben Probleme damit, alte Gewohnheiten loszuwerden. Selbst wenn wir wissen, dass einige dieser Gewohnheiten einen schlechten Einfluss auf unser Leben haben, fällt es uns doch schwer sie aufzugeben. Unsere Gewohnheiten sind schließlich ein Teil unserer Geschichte und somit ein Teil von [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<blockquote>&bdquo;Live out of your imagination, not your history.&ldquo;
<cite>Stephen R. Covey</cite></blockquote>

<p>Viele von uns haben Probleme damit, alte Gewohnheiten loszuwerden. Selbst wenn wir wissen, dass einige dieser Gewohnheiten einen schlechten Einfluss auf unser Leben haben, fällt es uns doch schwer sie aufzugeben. Unsere Gewohnheiten sind schließlich ein Teil unserer Geschichte und somit ein Teil von uns Selbst. Richtig?</p>

<p>Falsch! Alles was wir bis zu diesem Moment gemacht haben, alles was wir erlebt haben, alles was wir uns angewöhnt haben, ist nichts weiter als unsere Geschichte. Der entscheidende Punkt ist, zu erkennen, dass wir nicht unsere Geschichte sind und wir mit unserer Vorstellungskraft ein Werkzeug besitzen, mit dem wir unser Leben ändern können. <span id="more-4309"></span></p>

<p>Den Großteil meines Lebens war ich davon überzeugt meine eigene Geschichte zu sein. Ich hatte eine genaue Vorstellung davon, wer ich bin, was ich will, was ich kann und vor allem davon, was ich alles nicht kann. Ich kann z.B. nicht mit dem Rauchen aufhören, weil ich schon mein halbes Leben lang rauche. Ich kann auch nicht Schreiben, weil ich schon in der Hauptschule nie einen Einser auf eine Deutschschularbeit hatte. Ich muss außerdem in jeder Situation versuchen, supercool zu sein, weil mir schon immer am wichtigsten war, was andere von mir denken …</p>

<p>Das Schlimmste an dieser Denkweise ist, dass man sich selbst sehr enge Grenzen setzt. Im Laufe der Jahre überzeugt man sich davon, nichts machen zu können, was man nicht bereits als Kind oder Jugendlicher gemacht hätte und gleichzeitig nichts von dem aufgeben zu können, was man sich in dieser Zeit angewöhnt hat. Wir kommen dann wieder zur selbsterfüllenden Prophezeiung: Wenn ich lange genug davon überzeugt bin, etwas nicht zu können, kann ich es irgendwann wirklich nicht mehr.</p>

<p>Was sollen wir aber mit unserer Geschichte machen? Was sollen wir tun, wenn wir furchtbare Erfahrungen gemacht haben, über die wir ständig stolpern und die es uns unmöglich machen, unser Leben zu ändern? Nun, wir sollten erkennen, dass diese Erfahrungen und Geschichten nichts mit der Realität zu tun haben. Sie waren vielleicht einmal Teil unserer Realität – jetzt existieren sie aber nur noch in unseren Gedanken und limitieren unsere eigene Vorstellungskraft. Das heißt wir selbst erlauben unseren negativen Erfahrungen, Kontrolle über uns zu haben, in dem wir sie als unsere eigenen Grenzen anerkennen.</p>

<p>Mit unserer Vorstellungskraft können wir unser Leben gestalten. Alles was wir uns vorstellen können, können wir auch schaffen. Wenn wir uns in unserer Vorstellung aber ständig mit unseren Geschichten auseinandersetzen und unsere eigenen Grenzen, welche wir uns im Laufe der Zeit selbst geschaffen haben, nicht überwinden können, dann gestalten wir nicht unser Leben, sondern unser Leben gestaltet uns.</p>

<p>Was immer uns auch passiert ist und welche Erfahrungen auch immer wir gemacht haben – das alles ist nichts weiter als unsere Geschichte. Es ist nicht real und existiert nur in unserem Kopf. Wenn wir Etwas schaffen wollen, müssen wir unsere bisherige Geschichte vergessen und unsere Vorstellungskraft dazu nutzen, uns neu zu erfinden und eine bessere Geschichte zu schreiben.</p>
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		<title>Klein anfangen und langsam weitermachen</title>
		<link>http://blog.simplease.at/2012/03/klein-anfangen-und-langsam-weitermachen/</link>
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		<pubDate>Fri, 23 Mar 2012 06:38:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stefan</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Was immer ihr erreichen wollt, fangt klein an. Ihr wollt mit dem Laufen beginnen? Fangt an zu gehen. Ihr wollt ein Buch schreiben? Fangt an Blog-Artikel zu schreiben. Ihr wollt 3 Stunden früher aufstehen? Fangt an 15 Minuten früher aufzustehen. Ihr wollt ein erfolgreiches Unternehmen aufbauen? Fangt an nebenher und von zu Hause aus zu [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Was immer ihr erreichen wollt, fangt klein an. Ihr wollt mit dem Laufen beginnen? Fangt an zu gehen. Ihr wollt ein Buch schreiben? Fangt an Blog-Artikel zu schreiben. Ihr wollt 3 Stunden früher aufstehen? Fangt an 15 Minuten früher aufzustehen. Ihr wollt ein erfolgreiches Unternehmen aufbauen? Fangt an nebenher und von zu Hause aus zu arbeiten. Ihr wollt … ihr wisst, was ich meine.</p>

<p>Egal was ihr euch angewöhnen wollt, der Anfang ist nur 1% eurer Reise. Die restlichen 99% sind das Weitermachen. Konzentriert euch gleich zu Beginn auf das Weitermachen, in dem ihr so klein anfangt, dass nicht weiterzumachen gar keine Option ist. Die Hürde, weiterzumachen muss so klein sein, dass ihr unmöglich daran scheitern könnt. <span id="more-4296"></span></p>

<p>Denkt z.B. daran, dass ihr mehr Sport machen wollt. Es gibt 2 unterschiedliche Wege, wie ihr das machen könnt:</p>

<ul>
<li>Ihr geht in ein Fitness-Studio und legt euch ein 90-minütiges Trainingsprogramm zurecht</li>
<li>Ihr verwendet jeden Morgen ca. 5 bis 10 Minuten für einfache Fitnessübungen</li>
</ul>

<p>Wenn es darum geht anzufangen, sind beide Wege gleich gut. Wenn es aber darum geht, weiterzumachen – vor allem an Tagen, an denen ihr nicht motiviert seid –, dann ist die zweite Methode besser. Sie ist besser, weil ein Minimum an Motivation genügt, um sich für 5 Minuten auf den Boden zu legen und ein paar Situps und Liegestütze zu machen, während alleine das Vorbereiten der Trainingskleidung und der Weg ins Fitness-Studio, an schlechten Tagen zu einem unüberwindbaren Hindernis wird, von den 90 Minuten Sport einmal ganz abgesehen.</p>

<p>Klein anfangen sieht auf den ersten Blick wertlos aus. Was sind schon 5 Minuten Sport im Vergleich zu 90 Minuten? Das Entscheidende beim Klein anfangen ist aber nicht das Anfangen selbst sondern das Weitermachen. Stellt euch vor, ihr macht die nächsten 40 Jahre eures Lebens jeden Morgen 5 bis 10 Minuten Sport und vergleicht das mit den typischen 6 bis 12 Monaten im Fitness-Studio. Wenn man langfristig denkt, beginnt man die Vorteile des klein Anfangens und langsamen Weitermachens zu verstehen.</p>

<p>Egal was ihr machen wollt, fangt so klein an, dass ihr gar nicht anders könnt, als daraus auf lange Sicht eine Gewohnheit zu machen. Wenn ihr euch einmal angewöhnt habt, Sport zu machen, zu schreiben, zu lesen oder was auch immer ihr machen wollt, dann werdet ihr von ganz alleine weitermachen. Die Methode funktioniert genauso wie das Beginnen von schlechten Gewohnheiten: Jugendliche fangen z.B. damit an, beim Fortgehen zu Rauchen. Tagsüber wird anfangs nicht geraucht. Die Gelegenheiten, in denen geraucht wird, nehmen mit der Zeit von ganz alleine zu und ehe man sich versieht, hat man sich das Rauchen angewöhnt – auch tagsüber. Genau dasselbe kann man auch mit guten Gewohnheiten machen!</p>

<p>Das Einzige was wir machen müssen, ist uns ein paar sinnvolle Ziele bzw. Gewohnheiten zu überlegen, die wir in unseren Alltag integrieren wollen und dann klein anzufangen. So klein, dass wir gar nicht das Gefühl haben, wir würden großartig Etwas tun. So klein, dass wir auch an schlechten Tagen das bisschen Motivation zusammenbringen um weiterzumachen. So klein, dass weiterzumachen wie von alleine passiert.</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Weniger tun, mehr schaffen</title>
		<link>http://blog.simplease.at/2012/03/weniger-tun-mehr-schaffen/</link>
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		<pubDate>Thu, 22 Mar 2012 06:43:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stefan</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>

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		<description><![CDATA[“Doing more things faster is no substitute for doing the right things.” Stephen R. Covey Um schnell auf den Punkt zu kommen: Viele von uns wissen nicht, was die richtigen Dinge sind und versuchen dieses Unwissen damit zu kompensieren, mehr und mehr Dinge auf einmal zu tun. Wir werden unruhig, wenn wir gerade keine Arbeit [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<blockquote>“Doing more things faster is no substitute for doing the right things.”
<cite>Stephen R. Covey</cite></blockquote>

<p>Um schnell auf den Punkt zu kommen: Viele von uns wissen nicht, was die richtigen Dinge sind und versuchen dieses Unwissen damit zu kompensieren, mehr und mehr Dinge auf einmal zu tun. Wir werden unruhig, wenn wir gerade keine Arbeit haben und erfinden uns zur Not Arbeit, um nur ja nicht untätig sein zu müssen. Arbeit ist aber nur ein Teil der Geschichte – der andere Teil ist unser tägliches Leben. <span id="more-4276"></span></p>

<p>Ihr kennt die Geschichte – ihr seid gerade im Badezimmer um euch die Zähne zu putzen, habt dabei die Zahnbürste in der einen und euer Haarshampoo in der anderen Hand. Zum wiederholten Male lest ihr euch die Zutatenliste eures Shampoos durch, während ihr euch die Zähne putzt. Andere Location, ähnliches Verhalten. Ihr sitzt auf der Toilette und blättert in der Zeitung oder einem Magazin oder haltet euer Smartphone in der Hand und checkt die letzten Statusmeldungen auf Facebook. Das Verrückte daran ist, jeder kennt diese Geschichten und weiß zumindest ähnliche Situationen aus seinem eigenen Leben.</p>

<p>Was genau passiert mit uns? Warum können wir keine Minute ruhig sein und einfach nur still da sitzen? Was ist es, dass uns dazu bewegt, ständig beschäftigt zu sein oder anders gefragt: Warum sind wir so unruhig und müssen uns die ganze Zeit ablenken?</p>

<blockquote>“Scratch the surface of impatience and what you will find lying beneath it, subtly or not so subtly, is anger. It&#8217;s the strong energy of not wanting things to be the way they are and blaming someone (ofen yourself) or something for it.”
<cite>Jon Kabat-Zinn</cite></blockquote>

<p>Wir sind mit irgendetwas unzufrieden. Wir erwarten uns einfach mehr. Mehr von unserer Arbeit, mehr von unseren Arbeitskollegen, mehr von unseren Freunden und vor allem mehr von unserem Leben. Das was ist, kann doch unmöglich alles sein – oder? Wir hatten doch Ziele, wollten etwas Bedeutendes erreichen. Irgendjemand muss Schuld daran sein, dass <em>wir</em> die ganze Zeit nur auf der Stelle treten, während alle anderen scheinbar vorankommen.</p>

<p>Wir müssen wohl härter arbeiten, mehr tun als wir bisher getan haben und wenn wir nur fleißig genug sind, dann werden auch wir etwas schaffen. Bis es soweit ist, bleiben wir ungeduldig und rastlos. Wer so wenig erreicht hat wie wir, der hat auch keine Pausen verdient. Zuerst müssen wir unsere Ziele erreichen, wir müssen Etwas schaffen – ausruhen können wir uns später, wenn wir unser Haus am See haben und den ganzen Tag die Seele baumeln lassen können. Ach das wird schön, wenn wir das Leben endlich genießen können.</p>

<blockquote>“People think focus means saying yes to the thing you’ve got to focus on. But that’s not what it means at all. It means saying no to the hundred other good ideas that there are. You have to pick carefully.”
<cite>Steve Jobs</cite></blockquote>

<p>Wenn uns jemand fragt, dann antworten wir mit &bdquo;Ja&ldquo;. Wir dürfen doch keine Chance ungenutzt lassen, das wäre dämlich. Wir müssen jede Gelegenheit beim Schopf ergreifen und so viel machen, wie wir nur können. Irgendwas wird sich dann schon ergeben und bis dahin antworten wir weiter mit &bdquo;Ja&ldquo;. Wir sind dieses Ja-Sagen mittlerweile so gewohnt, dass wir ganz vergessen, dass wir auch &bdquo;Nein&ldquo; sagen könnten, ja das wir die meiste Zeit &bdquo;Nein&ldquo; sagen müssten.</p>

<p>&bdquo;Nein ich mach&#8217; jetzt nichts. Ich bleibe einfach sitzen und genieße den Moment! Auch wenn die Welt um mich im Chaos versinkt und die Menschen wie kopflose Hühner herumlaufen – mir egal, ich lass&#8217; mir nicht einreden, dass ich mit mir selbst unzufrieden sein muss und unbedingt mehr brauche. Ich sage <em>Nein</em> und versuche nicht tausend Dinge auf einmal zu machen, sondern konzentriere mich auf die wirklich wichtigen Sachen. Und wenn ich noch nicht weiß, was wirklich wichtig ist, dann konzentriere ich mich darauf, das herauszufinden, auch wenn ich unruhig werde und in Gedanken immer schon einen Schritt weiter bin. Ich atme ein, lebe im Hier und Jetzt und nicht in Gedanken in meiner Zukunft.&ldquo;</p>

<p><a href="http://blog.simplease.at/2012/02/ziele-sind-illusionen/" title="Ziele sind Illusionen">Ziele sind Illusionen</a> und die Gegenwart ist alles was wir haben. Ich will nicht den Großteil meines Lebens damit verbringen, mir über irgendeine Zukunft Gedanken zu machen, die ohnehin nicht so aussehen wird, wie ich mir das vorstelle. Ich will mein Leben nicht auf später verschieben, weil ich jetzt irgendwelchen Fantasiezielen hinterherlaufen muss und dann mit 60 oder 70 aufwachen und mir anfangen über die Vergangenheit Gedanken zu machen und von <em>der guten, alten Zeit</em> zu schwärmen.</p>

<p>Ich will weniger tun und mehr schaffen. Ich kenne die Aktivitätsfalle, in der man sitzt und ständig etwas unternimmt und macht und trotzdem nicht wirklich etwas schafft. Ich entschließe mich dazu, absichtlich &bdquo;Nein&ldquo; zu sagen, weil ich weiß, dass ich mehr schaffe, wenn ich mich auf das konzentriere, was ich tue und nicht 5 Dinge auf einmal mache, nur um mich produktiv und wertvoll zu fühlen.</p>
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		<title>Meine Morgenroutine</title>
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		<pubDate>Wed, 21 Mar 2012 06:10:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stefan</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Seit einigen Wochen habe ich mir eine Morgenroutine angewöhnt. Ich stehe früher auf, versuche gleich in der Früh etwas Wichtiges zu erledigen und mache jeden Morgen ein wenig Sport. Ich dachte es wäre hilfreich, wenn ich euch mehr von meiner Morgenroutine erzähle. Warum habe ich mir eigentlich eine Morgenroutine angewöhnt? Meine größte Motivation war, dass [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Seit einigen Wochen habe ich mir eine Morgenroutine angewöhnt. Ich <a href="http://blog.simplease.at/2012/03/fruh-aufstehen/" title="5 Wege um sein Leben zurück­zubekommen – Nr. 1: Früh aufstehen">stehe früher auf</a>, versuche gleich in der Früh <a href="http://blog.simplease.at/2012/03/das-wichtigste-zuerst-2/" title="5 Wege um sein Leben zurück­zubekommen – Nr. 2: Das Wichtigste zuerst">etwas Wichtiges zu erledigen</a> und mache <a href="http://blog.simplease.at/2012/03/taglich-sport-machen/" title="5 Wege um sein Leben zurück­zubekommen – Nr. 3: Täglich Sport machen">jeden Morgen ein wenig Sport</a>. Ich dachte es wäre hilfreich, wenn ich euch mehr von meiner Morgenroutine erzähle.</p>

<p>Warum habe ich mir eigentlich eine Morgenroutine angewöhnt? Meine größte Motivation war, dass ich meinen Tag bewusst beginnen wollte. Ich wollte nicht aufstehen und sofort gestresst sein, weil ich mich ins Büro hetzen muss, um dort dringende Arbeiten zu erledigen. Ich wollte den Beginn des Tages dafür nutzen, Zeit für mich selbst zu haben und Dinge zu machen die <em>mir</em> wichtig sind. <span id="more-4258"></span></p>

<p>Das erste was ich dafür getan habe, war am Sonntagabend <a href="http://blog.simplease.at/2012/03/lass-dich-nicht-von-deinem-wecker-fertigmachen/" title="Lass dich nicht von deinem Wecker fertigmachen">meinen Wecker für den nächsten Tag</a> auf 6 Uhr einzustellen und mir vorzunehmen, dass ich beim ersten Läuten aufstehe und meinen Tag wie geplant beginne. Außerdem habe ich mir vor meinem geistigen Auge vorgestellt, was ich am Morgen machen möchte: Ich wollte einen Blog-Artikel schreiben, Fitnessübungen machen und mich für die Arbeit vorbereiten.</p>

<p>Am nächsten Tag habe ich meinen Plan in die Tat umgesetzt, bin um 6 Uhr aufgestanden und habe alles erledigt, was ich mir vorgenommen hatte. Stephen Covey nennt das in <a href="http://www.amazon.de/The-Habits-Highly-Effective-People/dp/0743269519/ref=sr_1_1?ie=UTF8&#038;qid=1332308292&#038;sr=8-1" title="The Seven Habits auf amazon.de" target="_blank">The Seven Habits</a> &bdquo;Private Victory&ldquo; und schreibt, wie motivierend es ist, gleich zu Beginn des Tages <em>über sich selbst zu siegen</em> und Dinge, die man sich vorgenommen hat zu erledigen – auch wenn sie nicht sofort angenehm sind und man sie deshalb gerne auf später verschieben möchte.</p>

<p>Nachdem ich die letzten Tage etwas experimentiert habe, bin ich bei einer mehr oder weniger fixen Morgenroutine angekommen:</p>

<ul>
<li>Aufstehen um 6 Uhr</li>
<li>Auf dem Weg zur Toilette die Kaffeemaschine einschalten</li>
<li>Im Badezimmer Hände und Gesicht waschen</li>
<li>Kaffee zubereiten und im Wohnzimmer Platz nehmen</li>
<li>Meine Ideen für Blog-Artikel durchsehen und ein Thema wählen</li>
<li>1 Liter Schwarztee zubereiten</li>
<li>WordPress öffnen und mit dem Schreiben beginnen</li>
<li>Artikel veröffentlichen</li>
<li>Fitnessübungen machen</li>
<li>Müsli zubereiten und am Balkon essen</li>
<li>Duschen und Zähneputzen</li>
<li>E-Mails und Facebook checken</li>
<li>1 Liter Grüntee für die Arbeit vorbereiten</li>
<li>Auf dem Weg zur Arbeit ca. eine halbe Stunde durch den Park spazieren</li>
</ul>

<p>Das wäre eine sehr detaillierte Beschreibung meines (z.B. des heutigen) Morgens. Manche der Aktivitäten will ich unbedingt beibehalten, wie meine Fitnessübungen und das Zubereiten meines Müslis. Andere Dinge, wie z.B. das Schreiben eines Blog-Artikels oder der Kaffee gleich zu Beginn des Tages sind Teile meines Experiments, welche ich vielleicht austauschen werde.</p>

<p>Das Schreiben in der Früh ist natürlich ein super Start in den Tag, wenn ich aber kein Thema habe, dann setze (oder lege) ich mich stattdessen auf die Couch und versuche eine halbe Stunde lang nichts zu tun oder lese ein bisschen. Die wesentlichen Eckpfeiler meiner Morgenroutine sind, das frühe Aufstehen und das bewusste Durchführen bestimmter Aktivitäten, wie die Zubereitung meines Müslis, bei der mich alleine das Schneiden der Zutaten gute 10 Minuten beschäftigt und ich alles in allem ca. eine halbe Stunde brauche bis ich aufgegessen habe.</p>

<p>Was mir bis jetzt am meisten gefällt ist, dass ich wach bin, wenn die Sonne aufgeht und ich <em>der Welt beim aufwachen zusehen</em> kann. Auf diese Weise fühle ich mich mehr im Einklang mit der Welt, als wenn ich erst um 8 oder halb 9 aus dem Bett rauskomme. Das Ganze ist wie gesagt ein Experiment und ich bin gespannt, wie ich meine Morgenroutine in den nächsten Wochen noch anpassen werde.</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Finde deine eigene Stimme</title>
		<link>http://blog.simplease.at/2012/03/finde-deine-eigene-stimme/</link>
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		<pubDate>Tue, 20 Mar 2012 07:00:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stefan</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>

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		<description><![CDATA[Denkt kurz darüber nach, wie oft ihr in die Lage kommt, anderen Menschen eure Sicht der Dinge näher zu bringen? Stellt euch vor, ihr erklärt einem Teamkollegen euren neuen Entwurf, besprecht mit einem Kunden eure Idee für die weitere Strategie, haltet eine Präsentation vor einem Publikum oder sprecht mit eurem Partner, einem Freund, euren Eltern [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Denkt kurz darüber nach, wie oft ihr in die Lage kommt, anderen Menschen eure Sicht der Dinge näher zu bringen? Stellt euch vor, ihr erklärt einem Teamkollegen euren neuen Entwurf, besprecht mit einem Kunden eure Idee für die weitere Strategie, haltet eine Präsentation vor einem Publikum oder sprecht mit eurem Partner, einem Freund, euren Eltern oder vielleicht euren eigenen Kindern.</p>

<p>Wie diese Situationen ablaufen, hängt von zwei wesentlichen Faktoren ab. 1) Was sagt ihr und 2) Wie sagt ihr es? In diesem Artikel will ich darauf eingehen, <em>wie</em> man in den beschriebenen Szenarien kommunizieren kann. Oder anderes gesagt: Ich erzähle euch kurz, was ich in den letzten Jahren über menschliche Kommunikation gelernt habe und spreche über meinen Geheimtipp, wie ich jedes Gespräch und jeden Vortrag erfolgreich über die Bühne bringen kann. <span id="more-4233"></span></p>

<h3>Authentizität ist keine Präsentationstechnik</h3>

<blockquote>Auf keinen Fall im Dialekt sprechen.
<cite>Gut gemeinter Tipp für Präsentationen und öffentliche Auftritte</cite></blockquote>

<p>Ich war vor ein paar Tagen mit einem Freund bei einem Konzert im Grazer Explosiv. Als wir in den Konzertbereich eintraten, stand bereits ein Musiker auf der Bühne. Im ersten Moment hat mir die Musik gut gefallen und ich war gespannt, wie die Show weitergehen würde. Dann war das Lied vorbei, die Musik stoppte und der Künstler begann in sein Mikrofon zu sprechen. Ich kann mich nicht mehr erinnern, wovon er genau gesprochen hatte – ich weiß nur noch Eines: Es klang <em>unecht.</em></p>

<p>Was genau meine ich mit <em>unecht?</em> Nun, es hörte sich an, als würde jemand auf der Bühne stehen, der sich anders verhält als normal. Jemand der mir etwas vorspielt. Der Grund für diese Stimmung oder dieses Gefühl war, dass der Musiker offensichtlich versuchte, nicht im Dialekt zu sprechen. Er hatte sich gequält hochdeutsch zu reden und öfter als einmal lustig geklungen, beim Versuch einen professionellen Eindruck zu vermitteln. Denkt einfach an eine Präsentation während eurer Schulzeit in der ihr selbst oder ein Mitschüler krampfhaft versucht hat, den Tipp <em>auf keinen Fall im Dialekt reden</em> in die Praxis umzusetzen und ihr wisst wovon ich spreche.</p>

<p>Damit wir unseren Gegenüber ernst nehmen können und ihm oder ihr Aufmerksamkeit schenken, wollen wir ihn oder sie <em>selbst</em> sehen. Niemand interessiert sich für jemanden, der sich auf eine Bühne stellt, um sich zu verstellen um nur ja keinen negativen Eindruck zu hinterlassen. Dieses Verhalten hat genügt, um die Präsentationen während der eigenen Schulzeit hinter sich zu bringen, ist aber keine Grundlage dafür, sich auf eine echte Bühne zu stellen und mit echten Menschen zu sprechen. Das geht nur, wenn man selbst echt sein kann und nicht der schlechten Angewohnheit verfällt, sich selbst zu verstellen.</p>

<h3>Mich gibt&#8217;s nur einmal</h3>

<blockquote>Auf keinen Fall sich selbst verstellen.
<cite>Mein neuer Tipp für Präsentationen und öffentliche Auftritte</cite></blockquote>

<p>Mit dem obigen Beispiel will ich nicht sagen, jeder müsse im schlimmsten Dialekt sprechen, den er oder sie zu bieten hat. Das wäre Schwachsinn! Was ich sagen will, ist dass es jeden Einzelnen von uns nur einmal gibt. Und wenn es uns gelingen würde in jeder Situation dieser eine Jemand zu sein und wir nicht versuchen würden uns an jede Situation anzupassen und uns dementsprechend zu verstellen, dann brauchen wir in Zukunft nicht mehr darüber nachzudenken, wie wir auf andere Menschen wirken und wen wir wie am besten überzeugen. Wie bräuchten nur noch zu sein.</p>

<p>Als ich damals den <a href="http://blog.simplease.at/2011/11/13-dinge-die-wir-gerne-gewusst-hatten-bevor-wir-uns-selbststandig-gemacht-haben/" title="13 Dinge, die wir gerne gewusst hätten, bevor wir uns selbstständig gemacht haben">Vortrag beim Lecture Day im Kunsthaus in Graz</a> gehalten habe, ist nach meinem Auftritt ein FH-Student auf mich zugekommen und hat mir erzählt, wie begeistert er von dem Vortrag gewesen wäre. Er hat mich gebeten, ihm einen Tipp zu geben, wie er selbst so einen Vortrag halten könnte. Abgesehen davon, dass mein Puls noch auf 180 war und ich erschöpft gewesen bin, kann ich mich noch daran erinnern, dass ich mir lange Zeit gelassen habe um ihm einen hilfreichen Tipp zu geben. Was ich auch noch weiß, ist dass mir nichts Sinnvolles oder zumindest Geistreiches eingefallen ist und ich etwas ähnlich Wertloses gesagt habe, wie <em>ich war früher schon gut beim Präsentieren.</em></p>

<p>Heute kann ich das wiedergutmachen und einen sinnvollen Tipp geben: Auf keinen Fall sich selbst verstellen. Dieser Tipp verlangt nach einer kurzen Erklärung. Denkt noch einmal über euer Leben nach und versucht die Rollen, die ich am Beginn des Artikels beschrieben habe, kurz im Kopf durchzuspielen. Wer seid ihr, wenn ihr mit Teamkollegen sprecht? Wer, wenn ihr mit einem Kunden redet? Und wie unterscheiden sich diese beiden Charaktere von denen, die mit euren Partnern, Freunden, Eltern und Kindern reden? Die richtige Antwort sollte lauten <em>ich bin ich und bleibe ich, egal in welcher Situation, egal mit wem ich kommuniziere.</em></p>

<h3>Wie kann man das praktisch anwenden?</h3>

<p>Eines gleich vorweg: Bloggen ist eine gute Idee. Warum? Ich kann mich beim Schreiben eines Artikels nicht verstellen und versuchen meinem aktuellen Gegenüber zu gefallen – ich muss <em>in mich selbst hineinhören</em> und versuchen herauszufinden, wer ich bin und dann versuchen das zu sein. Es gibt keine Taktiken beim (öffentlichen) Schreiben. Ich schreibe, was ich mir denke, wie ich es mir denke und entweder es gefällt einem oder es gefällt einem nicht. Im echten Leben könnte ich mich verstellen und mit jedem Einzelnen von euch so reden, wie ich glaube, dass es ihm oder ihr gefällt. Beim Schreiben gibt es diese Möglichkeit nicht und ich muss mich nicht darum kümmern jemandem zu gefallen, was wunderbar erfrischend ist.</p>

<p>Schreiben ist auf jeden Fall der beste, weil einfachste Weg um seine eigene Stimme zu finden. Ansonsten bleibt einem nichts anderes übrig als zu üben. Am einfachsten geht das natürlich in Situationen, in denen ihr mit Menschen sprecht, denen ihr sehr nahe steht. Eines der Experimente, welches ich versuche ist z.B. meiner Freundin und meinen Freunden gegenüber derselbe Mensch zu sein – absichtlich. Ich kenne so viele Menschen, die sich ihrem Partner gegenüber vollkommen anders verhalten, als in ihrem Freundeskreis. Zu Hause spielen sie z.B. den Braven und unter Kumpels lassen sie die Sau raus. Versucht einfach einmal absichtlich auf dieses Verhalten zu verzichten. Das hat natürlich noch dazu den Vorteil, dass euch einge Menschen deswegen weniger gerne haben und dieses Verhalten vielleicht nicht akzeptieren, was natürlich super ist, weil ihr automatisch merkt, wer wirklich eure Freunde sind und wer euch nur unter bestimmten Umständen mag.</p>

<p>Und auf lange Sicht sollte es ohnehin das Ziel sein, dass man sich sich selbst und anderen gegenüber integer verhält und die Übereinstimmung zwischen idealistischen Werten und tatsächlicher Lebenspraxis erreicht – nicht in jedem kleinsten Detail, aber im Ganzen, wie <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Integrit%C3%A4t_%28Ethik%29" title="Integrität auf wikipedia.de">Wikipedia</a> verrät. Das mag sich romantisch und von mir aus realitätsfremd anhören, ist aber die einzige Möglichkeit, glücklich und zufrieden durchs Leben zu gehen.</p>
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