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Im Simplease-Blog schreiben wir über Design, Web-Entwicklung und unser Leben als Selbstständige.

Die 3 tödlichsten Fantasievorstellungen in der Produktentwicklung

von Markus Pirker am 18. März 2018

Das folgende Kapitel ist ein Auszug aus unserem neuen Buch »Wie User Experience in der Praxis wirklich funktioniert«. Das Buch ist als Taschenbuch oder Kindle-Version auf Amazon verfügbar.

9 von 10 Startups scheitern. Der Grund dafür ist oft ein fehlender Realitätsbezug der Gründer, die sich um alles Gedanken machen, aber nicht ob ihr Produkt ein Problem löst, welches außerhalb der eigenen vier Wände auch tatsächlich existiert. Mit den folgenden drei Fantasievorstellungen wurden wir als User Experience Agentur bei der Zusammenarbeit mit Startups in den letzten 10 Jahren am häufigsten konfroniert:

  1. Fantasievorstellung: „Wir lösen ein gravierendes Problem.“
  2. Fantasievorstellung: „Dieses Problem hat jeder.“
  3. Fantasievorstellung: „Die Lösung für das Problem ist einfach umzusetzen.“

Wieso sind gerade diese drei Fehleinschätzungen so tödlich sind für die Entwicklung von neuen Produkten oder Services? Die Erklärung dafür ist einfach:

Unser neues Buch: Wir erklären dir in klarer und verständlicher Weise, wie UX (User Experience) in der Praxis wirklich funktioniert » Zum Buch

  • Ein Produkt, das ein Problem löst, das es nicht gibt, wird scheitern.
  • Ein Produkt, das ein gravierendes Problem löst, welches zu wenige Menschen haben, wird scheitern.
  • Ein Produkt, das ein gravierendes Problem für viele Menschen löst, aber in der Umsetzung zu aufwendig ist, wird scheitern.
»Ein Produkt, das ein Problem löst, welches einfach nicht wert ist gelöst zu werden, wird zwangsläufig scheitern.«

Wie stellst du also sicher, dass dein Produkt oder deine Dienstleistung sich nicht zum Fantasy-Roman mit dramatischem Ausgang entwickelt? Beständige Auseinandersetzung mit der Realität ist das beste Mittel dazu. Und ein iterativer User Experience Design Prozess kann dir dabei helfen, denn er liefert Antworten auf die drei wichtigsten Fragen:

1. Löst unser Produkt ein Problem, das es tatsächlich gibt?

Dies erfährst du in einer Design-Recherche in der du dich durch qualitative User-Interviews intensiv mit deinen Benutzern und deren echten Problemen, Frustrationen und Motivationen auseinander setzt.

2. Löst unser Produkt ein Problem, das auch eine große Anzahl von Menschen hat?

Wie viele Menschen tatsächlich von dem Problem betroffen sind, erfährst du am sichersten indem du Geld dafür verlangst das Problem zu lösen. Durch die Entwicklung eines sogenannten „Minimal Viable Products“ lernst du sehr schnell wie groß die Nachfrage nach deiner Lösung tatsächlich ist. Und das ohne viel Zeit und Aufwand in eine fertige Lösung zu stecken.

3. Wie minimieren wir das Risiko in der Umsetzung?

Eine iterative Arbeitsweise basiert auf der sehr frühen Entwicklung von Prototypen und Click-Dummies, die gleich mit echten Usern getestet werden. Dieser Prozess ist darauf ausgelegt möglichst früh Fehler zu machen, und diese natürlich auch gleich zu beheben, bevor die teure technische Umsetzung startet.

Mehr dazu?

In unserem neuen Buch »Wie User Experience in der Praxis wirklich funktioniert« stellen wir dir viele Methoden vor, die in unterschiedlichsten Phasen des Projekts dabei helfen, sich kontinuierlichem Feedback von außen auszusetzen und dieses auch laufend in den eigenen Entwicklungsprozess einzubeziehen. Dieses Feedback ist der Grundpfeiler, um nicht an deinen eigenen Fantasievorstellungen zu scheitern. Du findest das Buch auf Amazon.

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