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Mein erstes Jahr im Stehen

von Stefan Rössler am 22. November 2013

Vor gut einem Jahr bin ich auf derstandard.at über diesen Artikel zu Stehschreibtischen gestolpert. Seit ich ein paar Tage später, die nötigen Teile für meinen eigenen 20-Euro-Stehschreibtisch bei IKEA besorgt hatte, verbringe ich meine Stunden im Büro stehend.

Mein Fazit nach über 12 Monaten Steharbeit? Unbedingt selbst ausprobieren. Im Stehen zu arbeiten, hat nicht nur positive Auswirkungen auf eure Gesundheit, sondern ändert die Art, wie ihr arbeitet, grundsätzlich.

Ich erinnere mich noch an die allerersten Tage im Stehen. Es hat mir auf Anhieb Spaß gemacht und ich spürte sofort, dass ich etwas entdeckt hatte, was ich nicht mehr so leicht aufgeben würde. Ich fühlte mich nicht nur vitaler, sondern hatte auch den Eindruck, meine Produktivität zu steigern.

Immer wenn ich vor meinem Laptop stand, arbeitete ich. Und zwar wirklich. Nicht wie in den Jahren zuvor, als ich oft minuntenlang (manchmal sogar stundenlang) in meinem Schreibtischsessel saß, ohne wirklich etwas zu schaffen. Ich checkte regelmässig meine Mails, lag auf der Lauer nach neuen Facebook-Meldungen und investierte meine Arbeitszeit in das Lesen von Artikeln auf derstandard.at

Zumindest Letzteres hat sich schlussendlich bezahlt gemacht, wäre ich doch sonst nicht auf die Idee gekommen, endlich meinen Arsch hochzukriegen.

Ich meine das so, wie ich es sage. Einen Großteil meiner Zeit saß ich einfach nur herum und machte nichts (Produktives). Das passiert mir jetzt nicht mehr. Ich stehe schliesslich nicht freiwillig im Büro, nur um ein wenig Internet zu surfen.

Und das bringt mich zum größten Vorteil meines Steharbeitsplatzes: Er ist nicht bequem. Ich sage nicht, er wäre unbequem, aber es ist wirklich nicht angenehm, den ganzen Tag im Büro zu stehen.

Wie das ein Vorteil sein kann?

Ganz einfach. Während ich früher meine Pausen mit Mails, Statusmeldungen und Zeitungsartikeln verbracht habe, lege ich mich jetzt auf die Couch, setze mich in den Garten oder spaziere durch den Stadtpark. Und wenn ich weiß, dass ich heute nicht wirklich etwas zu tun habe, gehe ich gar nicht ins Büro.

Das heißt, ich mache jetzt endlich die Pausen, von denen ich immer wusste, dass ich sie machen müsste, sie aber nie machte, weil ich meinen bequemen Schreibtischsessel einfach nicht verlassen wollte oder konnte. Jetzt brauche ich diese Pausen wirklich, weil nicht nur mein Geist, sondern mein ganzer Körper müde wird.

Und zum Abschluss noch ein letzter Vorteil: Ich habe keine Rückenschmerzen mehr. Seit Jahren weiß ich endlich wieder, wie es sich anfühlt, seinen Rücken nicht zu spüren. Was für ein wunderbares Gefühl :)

Wer also schmerzfrei bleiben oder werden will und das Gefühl hat, er oder sie müsse die eigene Produktivität steigern, sollte es unbedingt einmal ausprobieren. Es kostet so gut wie nichts und ist schnell wieder rückgängig gemacht, sollte man gar nicht damit zurechtkommen.

Hier die Anleitung zum Bau eines eigenen Stehschreibtisches.

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