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Fünf Minuten Nichtstun

von Stefan Rössler am 3. April 2012

1 Kommentar von Christoph

Anlässlich der Earth Hour am 31. März, hat uns der WWF dazu aufgefordert, ab 20:30 für eine Stunde alle Lichter auszuschalten. Das Ganze hat einen symbolischen Charakter und soll uns daran erinnern, dass wir die Umwelt in der wir Leben, selbst beeinflussen können und wenn sich etwas ändern soll, wir selbst dafür verantwortlich sind.

Als bei uns die Lichter aus waren, habe ich angefangen über eine Self Hour oder Self Minutes nachzudenken. Einfach fünf Minuten am Tag, in denen man nichts tut. Keine E-Mails schreiben, keine Nachrichten auf Facebook und Twitter lesen, nicht telefonieren, nicht fernsehen, kein Radio – einfach nur für fünf Minuten dasitzen und still sein. Fünf Minuten in denen man weder irgendetwas tut, noch über irgendetwas Bestimmtes nachdenkt.

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Was wäre der Sinn dahinter? Nun, zunächst wäre es interessant zu sehen, ob man es überhaupt schafft, für fünf Minuten Ruhe zu geben. Wenn ihr einmal daran denkt, wie unruhig man oft wird, wenn man beim Billa für zwei Minuten an der Kassa warten muss, wird euch vermutlich klar, dass die fünf Minuten Nichtstun schwer fallen dürften. Außerdem steht Nichtstun in unserer Gesellschaft nicht gerade hoch im Kurs. Es gibt Menschen, die 8 bis 12 Stunden täglich im Büro sitzen und in ihrer Mittagspause einen Kebap runterwürgen während sie Zeitung lesen oder E-Mails schreiben. Hauptsache beschäftigt sein scheint das Motto zu lauten. Da darf es uns nicht verwundern, wenn die neue Volkskrankheit Burnout heißt.

Wir rasen den ganzen Tag von Aufgabe zu Aufgabe, von Event zu Event und von Problem zu Problem – fünf Minuten Pause schenkten uns nicht nur Erholung sondern auch Kraft um die anstehenden Aufgaben wieder mit Freude anpacken zu können. Einfach fünf Minuten, in denen wir uns nicht mit unserem täglichen Drama auseinandersetzen und uns nur daraf konzentrieren, ein- und auszuatmen und den Kopf wieder frei zu bekommen.

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Bisher 1 Kommentar

  1. Christoph3. April 2012

    Das ist ein guter Vorschlag, Stefan! Es ist auch gar nicht schwer, man braucht z.B. nur zum BILLA einkaufen gehen ;-). Aber wenn wer meint, er hätte keine Zeit dafür: Man muss ja im Bus, in der Straßenbahn oder an der Haltestelle nicht immer sofort Handy, MP3-Player, Buch, Zeitung, Tablet oder E-Book-Reader rausholen …

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