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Im Simplease-Blog schreiben wir über Design, Web-Entwicklung und unser Leben als Selbstständige.

Wir können alles schaffen

von Stefan Rössler am 26. März 2012

„Live out of your imagination, not your history.“ Stephen R. Covey

Viele von uns haben Probleme damit, alte Gewohnheiten loszuwerden. Selbst wenn wir wissen, dass einige dieser Gewohnheiten einen schlechten Einfluss auf unser Leben haben, fällt es uns doch schwer sie aufzugeben. Unsere Gewohnheiten sind schließlich ein Teil unserer Geschichte und somit ein Teil von uns Selbst. Richtig?

Falsch! Alles was wir bis zu diesem Moment gemacht haben, alles was wir erlebt haben, alles was wir uns angewöhnt haben, ist nichts weiter als unsere Geschichte. Der entscheidende Punkt ist, zu erkennen, dass wir nicht unsere Geschichte sind und wir mit unserer Vorstellungskraft ein Werkzeug besitzen, mit dem wir unser Leben ändern können.

Den Großteil meines Lebens war ich davon überzeugt meine eigene Geschichte zu sein. Ich hatte eine genaue Vorstellung davon, wer ich bin, was ich will, was ich kann und vor allem davon, was ich alles nicht kann. Ich kann z.B. nicht mit dem Rauchen aufhören, weil ich schon mein halbes Leben lang rauche. Ich kann auch nicht Schreiben, weil ich schon in der Hauptschule nie einen Einser auf eine Deutschschularbeit hatte. Ich muss außerdem in jeder Situation versuchen, supercool zu sein, weil mir schon immer am wichtigsten war, was andere von mir denken …

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Das Schlimmste an dieser Denkweise ist, dass man sich selbst sehr enge Grenzen setzt. Im Laufe der Jahre überzeugt man sich davon, nichts machen zu können, was man nicht bereits als Kind oder Jugendlicher gemacht hätte und gleichzeitig nichts von dem aufgeben zu können, was man sich in dieser Zeit angewöhnt hat. Wir kommen dann wieder zur selbsterfüllenden Prophezeiung: Wenn ich lange genug davon überzeugt bin, etwas nicht zu können, kann ich es irgendwann wirklich nicht mehr.

Was sollen wir aber mit unserer Geschichte machen? Was sollen wir tun, wenn wir furchtbare Erfahrungen gemacht haben, über die wir ständig stolpern und die es uns unmöglich machen, unser Leben zu ändern? Nun, wir sollten erkennen, dass diese Erfahrungen und Geschichten nichts mit der Realität zu tun haben. Sie waren vielleicht einmal Teil unserer Realität – jetzt existieren sie aber nur noch in unseren Gedanken und limitieren unsere eigene Vorstellungskraft. Das heißt wir selbst erlauben unseren negativen Erfahrungen, Kontrolle über uns zu haben, in dem wir sie als unsere eigenen Grenzen anerkennen.

Mit unserer Vorstellungskraft können wir unser Leben gestalten. Alles was wir uns vorstellen können, können wir auch schaffen. Wenn wir uns in unserer Vorstellung aber ständig mit unseren Geschichten auseinandersetzen und unsere eigenen Grenzen, welche wir uns im Laufe der Zeit selbst geschaffen haben, nicht überwinden können, dann gestalten wir nicht unser Leben, sondern unser Leben gestaltet uns.

Was immer uns auch passiert ist und welche Erfahrungen auch immer wir gemacht haben – das alles ist nichts weiter als unsere Geschichte. Es ist nicht real und existiert nur in unserem Kopf. Wenn wir Etwas schaffen wollen, müssen wir unsere bisherige Geschichte vergessen und unsere Vorstellungskraft dazu nutzen, uns neu zu erfinden und eine bessere Geschichte zu schreiben.

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