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5 Wege um sein Leben zurück­zubekommen – Nr. 3: Täglich Sport machen

von Stefan Rössler am 7. März 2012

12 Kommentare zuletzt von Mathias

Dieser Artikel ist der 3. Teil einer Serie von Blog-Artikel mit dem Titel 5 Wege um sein Leben zurückzubekommen. Hier findest du die beiden ersten Artikel Fixe Zeiten für E-Mail, Facebook & Co und Kein Fernsehen, keine Nachrichten.

Es gibt diese Szene in James Cameron’s Avatar, in der Protagonist Jake Sully zum ersten Mal im Körper des Na’vi ist. Er verlässt das Labor, schlägt sich ins Freie durch und beginnt erst einmal so schnell er kann zu laufen. Das Besondere daran ist, dass Jake selbst im Rollstuhl sitzt und deshalb umso überwältigter von der Leistungsfähigkeit seines neuen Körpers ist.

Als ich diese Szene zum ersten Mal sah, musste ich sofort an uns Menschen denken: Wir haben diese Hochleistungsmaschinen, welche wir Körper nennen und verwenden sie dazu, den Großteil unser Zeit entweder vor dem Rechner zu sitzen oder in unserem Bett zu liegen. Dieser passive Lebensstil führt dazu, dass unsere Körper verkommen und wir uns mit der Zeit immer schwächer und schwächer fühlen.

Das Schlimmste daran ist, dass wir Ausreden suchen und behaupten, wir hätten keine Zeit dafür. Wir hätten so viel um die Ohren, dass wir nicht jeden Tag Sport machen können. Theoretisch ginge es noch am Wochenende – da sind wir aber bereits so ausgelaugt von der harten Arbeitswoche, dass wir in Wahrheit eine Pause brauchen. Das ist natürlich Schwachsinn und nichts weiter als ein gutes Beispiel dafür, wie einfach wir uns selbst belügen.

Ich kenne 2 unterschiedliche Motivationen um Sport zu machen. 1.) Man hat ein konkretes Ziel vor Augen und 2.) man gewöhnt sich Sport einfach an und macht es zu einem fixen Bestandteil seines Lebens. Zuerst eine kurze Geschichte zu Möglichkeit Nr. 1 und dann warum ich die zweite Möglichkeit heute bevorzuge und insgesamt für schlauer halte.

Ich kann mich an eine Zeit erinnern, in der ich ca. 20 kg mehr auf die Waage gebracht habe als heute. Das war ungefähr mit 18 Jahren, als ich bereits seit 2 Jahren keinen Sport mehr machte und trotzdem wie ein Mähdrescher weiter gegessen habe. Dazu kommt dann noch der typisch österreichische Lebensstil, der von einem verlangt zumindest am Wochenende eine Menge Alkohol zu konsumieren und schon hat man eine gefährliche Mischung, die einen Körper in kurzer Zeit ruinieren kann. Als ich damals auf der Waage stand und sah, dass ich die 95 kg ankratze habe ich mir vorgenommen etwas gegen den drohenden Verfall zu unternehmen.

Mein bescheidenes Ziel lautete, ich will so aussehen wie Brad Pitt in Fight Club. Einige werden jetzt vermutlich lachen aber ich kann nur sagen, es hat prima funktioniert. Ich habe mehrmals die Woche Sport gemacht und mich mit der Zeit auch gesünder ernährt und schon bald Ergebnisse gesehen (wie Brad Pitt hab ich natürlich nie ausgesehen). Irgendwann kam aber der Tag, an dem ich mit meinem Zwischenstand zufrieden war. Ich hatte mein Ziel soweit gehend erreicht, dass ich das Gefühl hatte, angekommen zu sein. Und das war der Tag an dem ich wieder mit Sport aufgehört habe.

Heute weiß ich, dass Ziele eine super Motivation sein können und einen zu Leistungen antreiben, die man nicht für möglich halten würde – es gibt aber ein Problem mit Zielen: Was macht man, wenn man sie erreicht hat? Ich habe mir darüber nie Gedanken gemacht, weil ich die meisten Ziele (besser gesagt Träume) meiner Jugend ohnehin nicht erreicht habe. Als ich aber mit meiner körperlichen Verfassung zufrieden war, habe ich meine Motivation verloren und in dem Moment aufgehört, etwas für meinen Körper zu tun.

Kommen wir also zur zweiten Möglichkeit: Sport zu einem fixen Bestandteil seines Lebens machen. Wenn ich meine heutige Beziehung zu Sport in einem Satz beschreiben würde, dann würde ich sagen, ich habe es mir einfach angewöhnt. Ich mache jeden Morgen ca. 15 Minuten lang Fitnessübungen. Für mich sind diese Übungen dasselbe wie der Kaffee zum Aufstehen und das Zähneputzen bevor ich ins Büro gehe. Ich verfolge damit kein spezielles Ziel, sondern ziehe es einfach durch, weil ich weiß, dass mein Körper ein Teil von mir ist, den ich in Schwung halten muss, wenn ich mich gut fühlen will. Das ist alles – kein Ziel, keine Traumvorstellung einfach nur eine praktische Angewohnheit.

Die Angewohnheit täglich Sport zu machen bringt noch einen weiteren Vorteil: Jeder meiner Tage beginnt damit, dass ich 15 Minuten Fitnessübungen mache. Oder anders gesagt, jeder meiner Tage beginnt damit, dass ich ein geplantes Vorhaben in die Tat umsetze. Könnt ihr euch vorstellen, welchen Einfluss das auf mein Selbstbewusstsein hat? Täglicher Sport macht Einen also nicht nur fitter sondern führt außerdem dazu, dass man bereits in der Früh das Gefühl hat, heute gut drauf zu sein und die Welt verändern zu können – und sei es nur im Kleinen.

Wie man diese Ideen in seinen Alltag integrieren kann:

  • Die tägliche Morgenroutine um ein paar Minuten Fitnessübungen erweitern
  • Jeden Tag ins Büro gehen (oder mit dem Fahrrad fahren)
  • Einen täglichen Nachmittagsspaziergang machen

Wichtig ist nur, dass man es täglich macht, damit eine Angewohnheit daraus werden kann.

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Bisher 14 Kommentare

  1. Matthias7. März 2012

    Sehr richtig :)

  2. Philipp Rudler7. März 2012

    Spielt hier jemand Squash? :-)

  3. Matthias7. März 2012

    Würd’s mal gern probiern ;)

  4. Tobias van Schneider7. März 2012

    Wollte schon immer mal Squash spielen, geht sowas in Graz?

  5. Philipp Rudler7. März 2012

    Ja, geht - wenn du dich traust ;-)

  6. Tobias van Schneider7. März 2012

    Klar, was hat das mit trauen zutun? Oder spricht aus mir gerade ein unwissender der den Sport nicht kennt? :o

    Wann und wo? Keine polizei!

  7. Philipp Rudler7. März 2012

    Es bedarf einer seemännischen Portion Mut um sich mit mir in eine Box zu stellen ;-)

    Wenn du wieder da bist - roger?

  8. Tobias van Schneider7. März 2012

    Ich fang ab heute an zu trainieren.

  9. Philipp Rudler7. März 2012

    It is on!

  10. michael9. März 2012

    15min pro tag machen einen (körperlichen) unterschied? ist es nicht notwendig, dass man min. eine gewisse zeit körperlich aktiv ist, bevor es wirkung zeigen kann?

  11. Philipp Rudler9. März 2012

    @michael, ich glaub das gilt nur dann, wenn man aktiv Fett verbrennen will…

  12. Mathias9. März 2012

    Ab 30min verbrennt der Körper Fett…

  13. Pingback 5 Wege um sein Leben zurückzubekommen – Nr. 1: Früh aufstehen | Simplease Blog18. März 2012

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