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Sei stolz auf deine Fehler

von Stefan Rössler am 29. März 2012

4 Kommentare zuletzt von Stefan

„Wenn man nichts falsch machen darf, ist es schwierig, etwas richtig zu machen.“ – Mario Bellini

Der beste Weg etwas Neues zu lernen, ist einen Fehler zu machen. Egal ob als Selbstständiger oder Angestellter – wirklich gut wird man nur, wenn man in einem Umfeld lebt und arbeitet, in dem man keine Angst davor haben muss, einen Fehler zu machen.

„Ich versuche, den Menschen das Gefühl zu geben, dass es in Ordnung ist, Fehler zu machen, dass es sogar wichtig ist, Fehler zu machen.“ – James Burke

Wenn du einen Fehler machst, gestehe ihn dir und den Anderen sofort ein und sei noch dazu stolz darauf. Sei stolz darauf, dass du den Mut hattest, etwas Neues auszuprobieren und nicht nur abgewartet hast.

„Ich finde es bedenklich, wenn einer keine Fehler macht. Das weist auf zu großes Sicherheitsdenken.“ – Hermann Wagner

Schaffe dir und deinen Teamkollegen ein Umfeld, in dem Fehler nicht mit Versagen gleichgestellt werden. Mache dir und den anderen bewusst, dass eure Fehler ein Zeichen für Fortschritt darstellen und der entscheidende Teil eures kreativen Prozesses sind.

„Es ist ein Lob für einen Mann, wenn man seine Fehler sagen darf, ohne dass er groß zu sein aufhört.“ – Johannes von Müller

Wenn du merkst, dass du einen Fehler gemacht hast, schreie es laut hinaus in die Welt. Feiere deinen Fehler und erkläre ehrlich, was du falsch gemacht hast, damit du und andere denselben Fehler in Zukunft nicht noch einmal machen müssen.

„Ein kluger Mann macht nicht alle Fehler selbst. Er gibt auch anderen eine Chance.“ – Winston Spencer Churchill

Wenn jemand anders einen Fehler macht, sei verständnisvoll und gib ihm oder ihr das Gefühl, dass alles in Ordnung ist – mehr als das. Wenn in Zukunft jemand einen Fehler macht, soll er oder sie denken, cool! was für ein arger Fehler … kommt schnell alle her, ich muss euch unbedingt zeigen, was für einen Fehler ich gemacht habe!

„Ein Fehler, der abgestritten wird, wird zweimal begangen.“ – Aus Spanien

Habe auf keinen Fall ein schlechtes Gewissen – das brauchst du nur zu haben, wenn dir die Courage fehlt, deinen Fehler einzugestehen. Man gesteht sich einen Fehler ein, um kein schlechtes Gewissen haben zu müssen. Wer trotzdem eines hat, der sucht es sich selbst aus, unglücklich zu sein.

Fehler sind nur schlimm …

  • wenn man nichts aus ihnen lernt
  • sie unter den Tisch kehrt
  • die Schuld auf jemand anderen schiebt
  • nach weiteren Ausreden sucht

Warum das Ganze? Nur wer keine Angst davor hat, Fehler zu machen, kann die Welt verbessern. Angsthasen haben keine Chance!

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Bisher 4 Kommentare

  1. Carmen29. März 2012

    Hab letztens dazu ein interessantes kurzes Buch gelesen. „Rework“ von Jason Fried (37signals), NY: Crown Business, 2010. (http://37signals.com/)

    „In the business world, failure has become an expected rite of passage. You hear that failure builds character. People advise, „Fail early and fail often.“ […] Don’t get fooled by the stats. Other people’s failures are just that: other people’s failures. [….] Another common misconception: You need to learn from your mistakes. What do you really learn from mistakes? You might learn what not to do again, but how valuable is that? You still don’t know what you should do next. […] Success gives you real ammunition. When something succeeds, you know what worked—and you can do it again. And the next time, you’ll probably do it even better. Failure is not a prerequisite for success. A Harvard Business School study found already-successful entrepreneurs are far more likely to succeed again (the success rate for their future companies is 34 percent). But entrepreneurs whose companies failed the first time had almost the same follow-on success rate as people starting a company for the first time: just 23 percent. People who failed before have the same amount of success as people who have never tried at all. […] Evolution doesn’t linger on past failures, it’s always building upon what worked. So should you.“

  2. Stefan29. März 2012

    Danke, ich kenne Rework. Es gibt außerdem noch einen Vortrag von Jason, in dem er genau darüber spricht, wenn es dich interessiert.

    Das letzte Zitat ist übrigens mein Favorit: „Evolution doesn’t linger on past failures, it’s always building upon what worked. So should you.“

    Gerade deshalb ist es wichtig, sich Fehler einzugestehen, seine Erfahrungen mit anderen zu teilen, gemeinsam daraus zu lernen und die selben Fehler in Zukunft nicht mehr zu machen. Das ist genau das, was die Natur bzw. die Evolution auch macht – „Fehler“ sterben einfach aus und nur wer oder was erfolgreich ist, kann überleben. Das geht natürlich nur, wenn man seine Fehler einsieht und kein Problem damit hat, in Zukunft noch eine Menge davon zu machen, um dabei langsam aber sicher herauszufinden, was erfolgreich ist und was nicht.

  3. Carmen29. März 2012

    „Gerade deshalb ist es wichtig, sich Fehler einzugestehen, seine Erfahrungen mit anderen zu teilen, gemeinsam daraus zu lernen und die selben Fehler in Zukunft nicht mehr zu machen.“ Aber genau den Schluß von Jason, dass man vor allem auch das was FUNKTIONIERT HAT heraushebt und nicht nur aus Fehlern zu lernen, find ich dabei gut. Projekte sind oft so vielschichtig, dass vielleicht manche dinge funktioniert haben aber andere ansätze ganz gut waren. man soll auf jeden fall über beides reden :)

  4. Stefan29. März 2012

    Ja, es ist auf jeden Fall beides wichtig. Aus Fehlern kann man lernen, was man nicht mehr tun soll (und manchmal erfährt man dadurch, was man als Nächstes machen kann) und auf Erfolgen kann man aufbauen. Das erinnert mich an eine weitere Aussage von Jason, die ca. so ähnlich war:

    Wir haben keinen großen Plan. Wir wissen nicht, was wir nächste Woche machen. Klar, wir haben einige Prinzipien und wissen ca. was wir tun wollen aber eigentlich probieren wir nur Dinge aus und wenn sie funktionieren, machen wir mehr davon, wenn nicht, dann hören wir wieder damit auf.

Du hast eine Meinung dazu? Wir freuen uns :)

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