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Klein anfangen und langsam weitermachen

von Stefan Rössler am 23. März 2012

1 Kommentar von Johannes Mentasti

Was immer ihr erreichen wollt, fangt klein an. Ihr wollt mit dem Laufen beginnen? Fangt an zu gehen. Ihr wollt ein Buch schreiben? Fangt an Blog-Artikel zu schreiben. Ihr wollt 3 Stunden früher aufstehen? Fangt an 15 Minuten früher aufzustehen. Ihr wollt ein erfolgreiches Unternehmen aufbauen? Fangt an nebenher und von zu Hause aus zu arbeiten. Ihr wollt … ihr wisst, was ich meine.

Egal was ihr euch angewöhnen wollt, der Anfang ist nur 1% eurer Reise. Die restlichen 99% sind das Weitermachen. Konzentriert euch gleich zu Beginn auf das Weitermachen, in dem ihr so klein anfangt, dass nicht weiterzumachen gar keine Option ist. Die Hürde, weiterzumachen muss so klein sein, dass ihr unmöglich daran scheitern könnt.

Denkt z.B. daran, dass ihr mehr Sport machen wollt. Es gibt 2 unterschiedliche Wege, wie ihr das machen könnt:

  • Ihr geht in ein Fitness-Studio und legt euch ein 90-minütiges Trainingsprogramm zurecht
  • Ihr verwendet jeden Morgen ca. 5 bis 10 Minuten für einfache Fitnessübungen

Wenn es darum geht anzufangen, sind beide Wege gleich gut. Wenn es aber darum geht, weiterzumachen – vor allem an Tagen, an denen ihr nicht motiviert seid –, dann ist die zweite Methode besser. Sie ist besser, weil ein Minimum an Motivation genügt, um sich für 5 Minuten auf den Boden zu legen und ein paar Situps und Liegestütze zu machen, während alleine das Vorbereiten der Trainingskleidung und der Weg ins Fitness-Studio, an schlechten Tagen zu einem unüberwindbaren Hindernis wird, von den 90 Minuten Sport einmal ganz abgesehen.

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Klein anfangen sieht auf den ersten Blick wertlos aus. Was sind schon 5 Minuten Sport im Vergleich zu 90 Minuten? Das Entscheidende beim Klein anfangen ist aber nicht das Anfangen selbst sondern das Weitermachen. Stellt euch vor, ihr macht die nächsten 40 Jahre eures Lebens jeden Morgen 5 bis 10 Minuten Sport und vergleicht das mit den typischen 6 bis 12 Monaten im Fitness-Studio. Wenn man langfristig denkt, beginnt man die Vorteile des klein Anfangens und langsamen Weitermachens zu verstehen.

Egal was ihr machen wollt, fangt so klein an, dass ihr gar nicht anders könnt, als daraus auf lange Sicht eine Gewohnheit zu machen. Wenn ihr euch einmal angewöhnt habt, Sport zu machen, zu schreiben, zu lesen oder was auch immer ihr machen wollt, dann werdet ihr von ganz alleine weitermachen. Die Methode funktioniert genauso wie das Beginnen von schlechten Gewohnheiten: Jugendliche fangen z.B. damit an, beim Fortgehen zu Rauchen. Tagsüber wird anfangs nicht geraucht. Die Gelegenheiten, in denen geraucht wird, nehmen mit der Zeit von ganz alleine zu und ehe man sich versieht, hat man sich das Rauchen angewöhnt – auch tagsüber. Genau dasselbe kann man auch mit guten Gewohnheiten machen!

Das Einzige was wir machen müssen, ist uns ein paar sinnvolle Ziele bzw. Gewohnheiten zu überlegen, die wir in unseren Alltag integrieren wollen und dann klein anzufangen. So klein, dass wir gar nicht das Gefühl haben, wir würden großartig Etwas tun. So klein, dass wir auch an schlechten Tagen das bisschen Motivation zusammenbringen um weiterzumachen. So klein, dass weiterzumachen wie von alleine passiert.

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Bisher 1 Kommentar

  1. Johannes Mentasti23. März 2012

    Hallo,

    danke für den guteen artikel, meiner erfahrung nach ist es, gerade wenns um so sachen wie sportliche betätigung geht, oft sinnvoll sich einen „motivationszwang“ zu erzeugen. Geh nicht allein sporteln, mach es mit einem freund, da ist es dann nicht so einfach nein zu sagen. für sich selbst findet man immer leicht ausreden. das steht zwar leicht im gegensatz zum grundsatz „so wenig aufwand wie möglich“, weil es immer schwierig ist, zwei menschen zu koordinieren. aber dafür kann noch ein soziales plus dazukommen.

    der zweite ansatz ist, sich eine fixe zeit anzugewöhnen. 10min sport vorm frühstück, immer gleich, zu morgenradio. oder immer bei den fernsehnachrichten am abend. so ein ritual steigert die wiederholbarkeit. bis es zum tagesablauf gehört.

    Liebe Grüße nach Graz, Johannes

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