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5 Wege um sein Leben zurück­zubekommen – Nr. 4: Kein Fernsehen, Keine Nachrichten

von Stefan Rössler am 6. März 2012

4 Kommentare zuletzt von Stefan

Dieser Artikel ist der 2. Teil einer Serie von Blog-Artikel mit dem Titel 5 Wege um sein Leben zurückzubekommen. Den ersten Artikel Fixe Zeiten für E-Mail, Facebook & Co findest du hier.

Wenn ich an meine Schulzeit zurückdenke, kommt mir vor allem Eines in den Sinn: Stundenlanges Fernsehen und das täglich. Sobald ich von der Schule nach Hause gekommen bin, habe ich erst einmal den Fernseher angemacht und der ist dann gelaufen, bis ich eingeschlafen bin. Die meiste Zeit habe nicht einmal bewusst hingesehen und der Fernseher war eher so etwas wie ein Hintergrundgeräusch, vergleichbar mit den Klängen eines kleinen Springbrunnens für die Wohnung.

Ich habe täglich ca. 4 bis 6 Stunden ferngesehen – wochenends auch mal länger. Das waren ca. 35 Stunden pro Woche. 35 Stunden in denen ich etwas Sinnvolles hätte machen können. Aber es verhält sich mit dem Fernsehen genau wie mit Online-Kommunikation: Wenn man einmal damit angefangen hat, ist es nicht einfach wieder damit aufzuhören. Meine Karriere als Couch Potato musste ich schliesslich aufgeben, als ich nach Graz zog und keinen Fernseher mehr in meinem Zimmer hatte.

Mit dieser kleinen Geschichte will ich auf Folgendes hinaus: Die Ausrede ich habe keine Zeit gilt nicht. Jeder von uns hat genau gleich viel Zeit und wer sein Leben selbst in die Hand nehmen will, ist dafür verantwortlich, sich seine Zeit sinnvoll einzuteilen. Einige Ideen und Vorschläge um jede Menge Zeit zu sparen sind:

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  • kein Fernsehen
  • keine Tageszeitungen
  • keine Nachrichten
  • kein Computerspielen

Kein Fernsehen ist klar und kein Computerspielen macht auch Sinn. Was ist aber mit Tageszeitungen und Nachrichten? Sollte man ganz darauf verzichten? Meine persönliche Antwort lautet Ja. Egal was in Tageszeitungen steht, es ist nichts, was ich selbst in der Hand hätte und Nachrichten sind im Allgmeinen nichts weiter als Schlagzeilen zu Themen, die eine Redaktion für wichtig hält, die meist aber nichts mit mir und meinem Leben zu tun haben und spätestens nächste Woche niemanden mehr interessieren.

Und wenn wirklich etwas Wichtiges passiert, erfährt man es sowieso. Die Leute reden z.B. über Fukushima oder Wikileaks und man kommt ohnehin nicht drumherum, diese Dinge aufzuschnappen. Außerdem sind das gute Gesprächsthemen für Smalltalk und wie Tim Ferris in The 4-Hour Workweek geschrieben hat, macht man vielen Leuten ein Freude damit, ihnen interessiert zuzuhören, wenn sie einem die neusten Entwicklungen eines wirtschaftlichen oder politischen Themas erklären dürfen.

Übrigens: Auch für diesen Artikel gilt dasselbe wie für den letzten: Nichts von diesen Dingen ist grundsätzlich schlecht. Es kommt darauf an, wie man z.B. mit seinem Fernseher oder einem Computerspiel umgeht. Und was zu viel ist, ist nicht gut – das gilt für Fernsehen und Spielen genauso wie für Lesen und Sport. Ich will in diesem Artikel also nichts verteufeln, sondern nur klarstellen, dass es nicht möglich sein kann, dass jemand behauptet, er oder sie hätte keine Zeit dafür, die eigenen Träume zu verwirklichen und dennoch Zeit für Computerspiele und Tageszeitungen findet. Diese Leute haben in Wahrheit kein Zeitproblem sondern ein Organisationsproblem.

Wie man diese Ideen in seinen Alltag integrieren kann:

  • Den Fernseher nicht automatisch einschalten, wenn man nach Hause kommt
  • Sendungen, die man sehen möchte bereits im Vorhinein aussuchen und den Fernseher abdrehen, sobald diese Sendungen zu Ende sind
  • Tageszeitung abbestellen
  • Nur einmal pro Woche Computerspielen (oder z.B. eine Stunde täglich; wichtig ist nur, dass man die Spielzeit im Vorhinein festlegt)
  • Wenn ein Freund fragt hast du das (hier Schlagzeige einsetzen) schon gehört? einfach ehrlich zugeben, dass man es nocht nicht gehört hat und sich die Geschichte erzählen lassen
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Bisher 7 Kommentare

  1. Tom6. März 2012

    hey stefanski.

    ein schöner denkanstoß. aber ist es nicht ein wenig gefährlich sich für alles regeln aufstellen zu müssen? kommt man dann nicht in gefahr sich selbst einzusperren/ zu kasteien?

    wenn man zB diedie regel setzt:“ich spiele nur 1 stunde computer am tag“ ist es doch ähnlich wie „ich geh nur auf ein bier heut“ und jeder weiß, dass es gegen ende des ersten bieres so richtig lustig wird.

    ich glaube man muss sich auch die freiheit geben, das zweite, ja sogar das dritte bier zu bestellen, dafür muss es dann halt auch wieder mal für ein paar tage gut sein, (in unserem alter gehts ja eh kaum mehr anders) aber einen kalender dafür würd ich nicht aufstellen. zu glücklich macht mich die unvernunft.

    dazu folgender ted talk: http://www.ted.com/talks/shawn_achor_the_happy_secret_to_better_work.html

    der herr meint, nicht erfolgreich werden um glücklich zu werden sondern glücklich sein und dann wird man von alleine erfolgreich. passt für mich gut zum thema. und viele punkte die du häufiger angesprochen hast, wie zB das „fleißig sein“-thema und etliche mehr spielen ja auch das gleiche an.

    ich mag euren blog.

    tom

  2. Stefan6. März 2012

    Hi Tom,

    diese Regeln sind eher so etwas wie ein Ausgangspunkt für eigene Überlegungen. Sich selbst zu kasteien darf nicht das Ziel sein. Es geht darum glücklich zu werden, oder wie du richtig schreibst, glücklich zu sein. Es geht um den Moment und wenn ich im Moment das Gefühl habe, noch eine Stunde zu spielen bzw. noch ein Bier zu trinken, dann mach ich das natürlich.

    Apropos Bier: Wie schaut’s in der Woche bei dir aus?

  3. Tom7. März 2012

    Diese Woche eher düster, evtl. morgen als letzte möglichkeit ansonsten hab ich nächste woche leichter zeit :)

  4. Stefan8. März 2012

    Dann reden wir uns nächste Woche zusammen. Freu mich :)

  5. Pingback 5 Wege um sein Leben zurückzubekommen – Nr. 1: Früh aufstehen | Simplease Blog17. März 2012

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