Warum sind Vorträge so langweilig und was kann man dagegen tun?

Stefan 31. Oktober 2011

Als Kinder mussten mein Bruder und ich jeden Sonntag mit unseren Eltern in die Kirche gehen. Wir haben es gehasst. Das Schlimmste daran war nicht das frühe Aufstehen oder die ungebliebte Sonntagskleidung – am schlimmsten war die Tatsache, dass uns eineinhalb Stunden Langeweile erwarteten.

Interessant daran ist, dass Glaube und Religion an sich nichts Langweiliges sind – Menschen glauben schließlich seit tausenden von Jahren an eine höhere Macht. Alleine diese Tatsache macht es zu einem spannenden Thema. Warum waren diese eineinhalb Stunden in der Kirche aber trotzdem so schlimm für uns? Wie war es möglich, dass uns ein spannendes Thema so langweilen konnte? Ich denke schuld daran war der Vortragende. weiterlesen

Usability-Tests mit Papier-Prototypen

Stefan 30. Oktober 2011

Photo von Papier-Prototypen

Usability-Tests sind nützlich und wir haben bereits darüber geschrieben, wie wir Usability-Tests durchführen und worauf es uns dabei ankommt. In diesem Artikel erzähle ich, wie wir Papier-Prototypen testen und erkläre wie ihr solche Tests selbst machen könnt. weiterlesen

Webdesign im Browser

Stefan 26. Oktober 2011
7 Kommentare  zuletzt von Stefan

So hat Webdesign bis jetzt funktioniert: Ein Designer entwirft ein pixelgenaues Bild der Webseite in Photoshop oder Illustrator, schickt dieses Bild an den Programmierer, dieser zerschneidet es in kleine Stücke und entwickelt daraus eine fertige Webseite in HTML und CSS. Diese Arbeitsweise ist veraltet und bringt viele Nachteile mit sich.

Einer der größten Nachteile ist, dass Designer und Programmierer an zwei unterschiedlichen Versionen einer Webseite arbeiten. Deshalb ist es umständlich und langwierig, Änderungen vorzunehmen. Die Designer müssen immer erst ein neues Bild der Webseite malen, bevor die Programmierer die Änderungen an der wirklichen Seite vornehmen können. weiterlesen

Fleiß wird vollkommen überbewertet

Stefan 23. Oktober 2011

Eltern loben ihre fleißigen Kinder, Lehrer bevorzugen die fleißigen Schüler, und Arbeitgeber freuen sich über fleißige Mitarbeiter. Fleißig gehört zusammen mit flexibel und teamfähig zu den häufigsten Formulierungen in Lebensläufen und Stellenangeboten. Ich denke es wird Zeit damit aufzuhören, einen so großen Wert auf Fleiß zu legen, und stattdessen außergewöhnliche Leistungen stärker zu würdigen.

Immer lauter wird der Ruf nach Mitarbeitern, die selbst Entscheidungen treffen und denen man nicht erst jede Aufgabe bis ins kleinste Detail erklären muss. Vom Mitarbeiter zum Mitdenker habe ich einmal irgendwo gelesen. Und ich denke es stimmt: Mitarbeiter die nur ihre Arbeit tun, werden auf kurz oder lang entweder von Maschinen oder von billigeren Arbeitskräften ersetzt. In Zukunft wird es wichtig sein, unersetzlich zu werden, und dafür reicht Fleiß alleine lange nicht aus. weiterlesen

Ein Bild sagt mehr als tausend Worte

Stefan 19. Oktober 2011

Manche denken beim Begriff User-Interface an Dinge wie Icons oder Grafik-Design. Während es stimmt, dass viele User-Interfaces auch Icons verwenden, funktionieren Seiten wie Google, Amazon oder Facebook nur deshalb, weil sie großteils aus Text bestehen. Sprache ist und bleibt die klarste Form menschlicher Kommunikation.

Icons sind nichts anderes als Bilder, und das ist ihre größte Schwäche: Sie haben meistens mehrere Bedeutungen. Ein Beispiel, das mir einfällt ist ein Icon, das den Stamm eines Baumes zeigt, und für den Begriff „Stammdaten“ stehen soll. Dieses Beispiel ist übrigens nicht erfunden, sondern stammt aus einem FH-Projekt, bei dem wir damals Icons für eine Kundenverwaltungs-Software entwerfen mussten. weiterlesen

Warum? Warum? Warum? Alles klar!

Stefan 18. Oktober 2011

Die Frage nach dem Warum ist die einzige Möglichkeit, um sich über seine Absichten klar zu werden. Wenn ich eine gute Entscheidung treffen möchte, frage ich solange nach dem Warum, bis ich das zugrundeliegende Problem verstehe, denn nur darum geht es – egal ob als Designer, Unternehmer, Freund oder Partner. Ein Beispiel um zu verstehen, wie hilfreich die Frage nach dem Warum sein kann: weiterlesen

Flüstere wenn ich zuhören soll

Stefan 17. Oktober 2011
1 Kommentar von Martin Schlagnitweit

Beim Autofahren drehe ich das Radio immer leiser sobald die Werbung kommt. Ich mag es nicht so gerne wenn mir die Marketing-Abteilungen ins Ohr schreien, dass ich dringend neue Hosen brauche und sie gerade zufällig Aktionsangebote für Hosen anbieten. Außerdem befürchte ich, dass gleich wieder jemand losheult und verkündet, dass es Montag minus 10 Prozent beim Baumax gibt.

Im Internet dasselbe: Ich will einen Artikel auf derstandard.at lesen, und plötzlich überlagert eine Autowerbung den gesamten Bildschirm. In großen Buchstaben wird irgendeine Marketing-Botschaft verkündet – welche genau, weiß ich nicht mehr. Ich war damit beschäftigt, das X zu finden, mit dem ich die Werbung wegklicken konnte, und hatte gar keine Zeit, mich auf den Inhalt zu konzentrieren. weiterlesen

Es kann nur Einen geben

Stefan 14. Oktober 2011
3 Kommentare  zuletzt von Verena

Egal wie groß ein Projekt ist, es kann nur einen geben, der dafür verantwortlich ist. Wir merken das selbst jeden Tag. Erledigt werden nur Projekte oder bestimmte Aufgaben eines Projekts, für die ein Einzelner die Verantwortung übernimmt.

Das bedeutet nicht, dass jede Arbeit alleine erledigt wird. Im Gegenteil: Die besten Ergebnisse entstehen in Teamarbeit. Teams können Dinge tun, die einer alleine niemals tun könnte – Teams können aber nicht verantwortlich sein. Sobald mehr Personen als eine verantwortlich sind, ist in Wahrheit niemand mehr verantwortlich. weiterlesen

Roulette – Das Spiel der Feiglinge

Stefan 12. Oktober 2011

„Alles auf Schwarz!“, sagte er und blickte den Croupier dabei mit funkelnden Augen an. Was für eine mutige Entscheidung. Die Kugel wurde ins Spiel gebracht, und er verfolgte ihre kreisenden Bewegungen. Obwohl sie nicht an Geschwindigkeit zu verlieren schien, konnte er nicht plötzlich auf Rot setzen. Er hatte seine Wahl bereits getroffen. Endgültig. weiterlesen

Godot kommt nicht plötzlich durch die Tür

Stefan 11. Oktober 2011

Mir ist noch etwas eingefallen, das von Anfang an, einen starken Einfluss auf unsere Arbeit hatte: Es war die Erkenntnis, dass niemand durch unsere Bürotür kommt um uns zu sagen, was wir tun sollen.

Bemerkt haben wir das vor ca. eineinhalb Jahren, als wir zu viert im Büro gesessen sind, und gerade nichts zu tun hatten, außer Zeitungen und Blog-Artikel zu lesen. Ehrlich gesagt ist es uns erst aufgefallen, als wir einige Tage in Folge nichts anderes getan haben, als unsere Bürostunden abzusitzen. Wir hatten zwar Spaß, aber unter uns: Geschafft haben wir in dieser Zeit so gut wir gar nichts. Die Frage ist aber, welchen Sinn hat es selbstständig zu sein, wenn man nur darauf wartet, dass einem jemand anders sagt, was man zu tun hat? weiterlesen

3 Minuten Kreativitätstest

Stefan 11. Oktober 2011
2 Kommentare  zuletzt von Stefan

Versuche ein Quadrat so zu teilen, dass am Ende 4 gleich große Stücke übrigbleiben:

Quadrat

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Eisbergmodell für Designer

Stefan 10. Oktober 2011

Eisbergmodell

Manche kennen diese Darstellung vermutlich noch aus ihrer Schulzeit. Es ist eine Metapher um das menschliche Bewusstsein zu beschreiben. Die Spitze des Eisbergs steht dabei für alles Bewusste, oder anders gesagt für das Sichtbare, das Ich. Alles was unter der Wasseroberfläche liegt, steht für das Unbewusste, das Unsichtbare, oder wie Freud es nannte, das Es.

Der aufmerksame Leser wird an meinen Hervorhebungen schon erkannt haben, worauf ich hinaus möchte: Es gibt denselben Eisberg auch für Design. Es gibt sichtbares und unsichtbares Design. Jakob Nielsen bezeichnet das unsichtbare Design auch als deep Design, was unserer Eisberg-Metapher ja recht gut entspricht. weiterlesen

Das Schlauste was wir je gemacht haben

Stefan 10. Oktober 2011
4 Kommentare  zuletzt von Kristina

Vor einer Woche haben wir uns mit Tom von A38 unterhalten. Gesprächsthema Nummer Eins war, wie könnte es auch anders sein, die Arbeit als selbstständiger Designer. Eine Geschichte die mir seit dem nicht mehr aus dem Kopf geht, ist jene, die Markus als das Schlauste was wir je gemacht haben, bezeichnet hat. Tom war davon so beigeistert, dass ich mir dachte, es könnte vielleicht auch andere interessieren. weiterlesen

Carrot on a stick: Usability Review von experteer.at

Markus 10. Oktober 2011

Ich beginne mich auf der Startseite von Experteer nach einem passenden Jobangebot umzusehen. Die „besten Köpfe Österreichs“ mit Gehalt ab 60.000 spricht mich an. Zugang zum Headhunter-Netzwerk überzeugt mich hingegen weniger (Vielleicht liegt das auch bloß an meinem fehlenden Bezug zum Begriff „Headhunter“) Und nein, anmelden möchte ich mich auch hier nicht, selbst wenn es noch so kostenlos ist. weiterlesen

Hör auf ein Perfektionist zu sein!

Stefan 9. Oktober 2011
4 Kommentare  zuletzt von Stefan

Das Wichtigste zuerst: Ich sage nicht, hör auf dich um Qualität zu kümmern und mach nur noch schlechte Sachen. Ich sage, hör auf ein Perfektionist zu sein, denn Perfektion ist nichts weiter als eine Ausrede. Eine Ausrede um nichts liefern zu müssen.

Wir können den Blog nicht online stellen, das Design ist nicht „WOW“ genug. Das Projekt verspätet sich, weil wir mit den Farben noch nicht 100%ig zufrieden sind. Wir können das heute nicht machen, weil das viel länger dauert, wenn man es g’scheid machen will. Wir brauchen noch eine Woche weil … usw. weiterlesen

Und ja, Leute lesen doch

Stefan 6. Oktober 2011
1 Kommentar von Nils-leo Nienstedt

How to Create Advertisting that Sells

Man mag es kaum glauben, aber Leute lesen doch. Text oder besser gesagt Sprache, ist einfach die beste Form der menschlichen Kommunikation. David Ogilvy hat das vor über 40 Jahren schon gewusst. weiterlesen

Vorsicht vor den „Kreativen“

Stefan 5. Oktober 2011
9 Kommentare  zuletzt von Nils-Leo Nienstedt

Mir fällt auf, dass man immer öfter auf Kreative trifft, die sich selbst als „kreativ“ bezeichnen. Ist das nicht ein Widerspruch in sich? Ich meine, wie kreativ ist es schon, zu sagen, man sei kreativ? Ist das nicht ganz schön phantasielos für einen Kreativen?

Naja, eigentlich egal. Blöd nur, dass die Kreativ-Szene voll ist von „Kreativen“, und es ein schlechtes Licht auf uns alle wirft, wenn wir unseren zukünftigen Auftraggebern so offen zeigen, wie geist- und ideenlos wir sind.

Die Sicherheitsvariante gibt es nicht mehr

Stefan 4. Oktober 2011
10 Kommentare  zuletzt von Ignaz

Man könnte glauben, dass Selbstständige mutige Menschen sind. Sie verzichten freiwillig auf geregelte Arbeitszeiten und vor allem auf ein geregeltes Einkommen. Doch wie sieht eigentlich die Alternative aus?

Ihr wisst schon, die Sicherheitsvariante: 8 Stunden täglich, 5 Tage die Woche, mit ca. 4 bis 6 Wochen Urlaub im Jahr, und der Gewissheit, Jahre für die heißerwartete Pension zu sammeln. Die Geschichte, die uns unsere Eltern und Lehrer oft erzählen. Diese Geschichte hat sich als Märchen entpuppt. Die Sicherheitsvariante gibt es nicht mehr. weiterlesen

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