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Im Simplease-Blog schreiben wir über Design, Web-Entwicklung und unser Leben als Selbstständige.

5 Gründe für Design-Standards

von Stefan Rössler am 15. August 2011

Obey standards unless there is a truly superior alternative. Alan Cooper

Bereits 1999 schrieb Jakob Nielsen von den Vorteilen von Standards. Er sagt, Standards stellen sicher, dass Benutzer die einzelnen Interface-Elemente verstehen und wissen, wo sie nach welchen Funktionen suchen müssen.

Wir arbeiten selbst mit Design-Standards und haben fünf Gründe dafür entdeckt, die wir gerne teilen möchten. Einige Gründe beziehen sich auf die Vorteile für die Benutzer der Software. Andere Gründe betreffen wirtschaftliche Faktoren, wie Preis und Entwicklungsdauer der fertigen Software.

1. Keine Überraschungen

Jeder, der schon einmal einen Computer benutzt hat, kennt Design-Standards. Jeder hat schon einmal Radio-Buttons gesehen oder ein Element aus einer Dropdown-Liste ausgewählt. Wenn jemand unsere Software verwendet, soll es keine Überraschungen geben. Deshalb verwenden wir bekannte Interface-Elemente, wie Checkboxen und Dropdown-Listen.

Zusätzlich dazu, dass unsere Software klar und verständlich wird und die Benutzer keine bösen Überraschungen erleben, erleben auch wir keine bösen Überraschungen bei der Entwicklung der Software. Im Gegenteil. Weil wir immer dieselben Elemente verwenden, werden wir schneller und können uns auf das tiefere Design der Software konzentrieren.

2. Einfachere Instandhaltung

Usability-Tests gehören zur Entwicklung einer Software, genauso wie das Programmieren selbst. Wir machen Tests, weil wir unsere Software verbessern wollen. Das bringt natürlich nur dann etwas, wenn wir sie auch einfach verbessern können.

Würden wir für jede Funktion ein völlig neues Interface entwickeln, könnten wir nicht mehr mit Änderungen umgehen. Der Arbeitsaufwand wäre viel zu hoch. Die Wahrheit ist aber, dass Software ständig verbessert werden muss, um den Anforderungen der Benutzer gerecht zu werden.

3. Keine Ablenkungen

Eine Erweiterung von Design-Standards ist einfaches Design. Wir überlassen das Aussehen der einzelnen Interface-Elemente großteils dem Browser des Benutzers. Buttons und Dropdown-Listen sehen z.B. in Firefox anders aus als in Safari,  wieder anders auf Windows oder Mac und völlig anders am iPhone oder Android-Handys.

Wir wollen dieses unterschiedliche Aussehen in den Browsern erhalten, weil jeder damit vertraut ist. Dadurch werden die Interface-Elemente sofort wiedererkannt und es wird keine Zeit dafür verschwendet, ein bestimmtes Element erst zu verstehen, bevor man es benutzen kann.

4. Kurze Ladezeiten

Warten ist Zeitverschwendung und Geschwindigkeit ist eines der wichtigsten Kriterien für gute Software. Aus diesem Grund verzichten wir auf jede Dekoration, die nicht sinnvoll zum Design unserer Software beiträgt. Wir sind stolz auf jedes Icon, das wir nicht machen, um die Ladezeiten kurz halten zu können.

5. Vernünftiger Preis

Design löst immer ein Problem. Wir verbringen deswegen auch den Großteil der Zeit damit, dieses Problem zu verstehen. Wir sprechen mit den Menschen, die später mit unserer Software arbeiten werden, um herauszufinden, wie unsere Lösung sie bei der Arbeit unterstützen kann.

Wir investieren viel Zeit in das Ausprobieren verschiedener Ideen und testen unsere Intefaces, um sie dann zu verbessern. Unser größtes Ziel lautet, nützliche Software zu machen. Design-Standards helfen uns dabei, dennoch einen vernünftigen Preis anzubieten und innerhalb des vereinbarten Budgets zu bleiben.

Wenn jemand selbst Erfahrung mit Design-Standards hat, würde ich mich freuen, hier davon zu lesen. Wir sind ständig dabei unsere Arbeitsweise zu verbessern und freuen uns über jeden, der dafür ein paar Tipps parat hätte.

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